Stadtsanierung Güstrow : Restaurant und Arztpraxis ziehen bald ein

Seit Monaten wird in der Stadtvilla gewerkelt. Auf der Stadtgraben-Seite präsentiert sich das Kellergeschoss als Erdgeschoss.
1 von 3
Seit Monaten wird in der Stadtvilla gewerkelt. Auf der Stadtgraben-Seite präsentiert sich das Kellergeschoss als Erdgeschoss.

Sanierung der Stadtvilla am Stadtgraben läuft auf Hochtouren / Drei großzügige Wohnungen bereits vergeben

von
08. April 2015, 06:01 Uhr

In der Stadtvilla aus der Gründerzeit geben sich die Handwerker gegenseitig die Klinke in die Hand. Auf den beiden unteren Etagen herrscht reges Treiben. In der Hansenstraße 1 in Güstrow sollen noch im April eine Arztpraxis und ein Restaurant einziehen. Die Sanierung des Hauses insgesamt wird sich noch bis in die zweite Jahreshälfte hinein ziehen.

„Wir haben hier rund 800 Quadratmeter Nutzfläche. Es ist schon eine Mammutaufgabe“, sagt der Architekt Stefan Thoß. Die Sanierungskosten beziffert er mit rund 1,2 Millionen Euro. Als erstes wird seine Frau Susan ihre gynäkologische Praxis im Erdgeschoss einrichten. Das Restaurant „Verve“ aus dem Grünen Winkel wird in der unteren Etage ein neues Domizil finden. In einem kleinen Dreieck wird auch Platz für Bewirtung unter freiem Himmel sein, informiert Thoß. Von der Hansenstraße aus soll künftig einen Treppe nach unten führen. Hier wird das Restaurant seinen Haupteingang haben.

Vier weitere großzügige Einheiten sollen im Laufe des Jahres in Nutzung genommen werden. Als nächstes nennt Thoß ein Beratungsangebot. Pro Familie soll im Juni einziehen. Außerdem wird es drei Wohnungen geben. „Sie sind bereits alle vergeben“, berichtet der Güstrower Architekt. Das Interesse sei groß gewesen.

Zunächst habe man im vergangenen Jahr einen großflächigen Befall mit Hausschwamm beseitigen, danach den Keller, der wohl oft genug überflutet war, trocken legen müssen. Anders als sonst oft üblich, komme deshalb das Dach erst in diesem Sommer an die Reihe. Außerdem wird man sich dann auch der gesamten Außenhülle widmen. Die bei einer Sanierung in den 1990er-Jahren eingesetzten Kunststofffenster sollen wieder durch Holzfenster ersetzt werden, informiert Thoß. Die Fassaden müssten neu verputzt und beschichtet werden. Der Architekt verweist auf Fehler bei der letzten Sanierung, die jetzt wieder ausgebügelt werden müssten.

Außerdem sei geplant einen Altan, von dem man aus den Bauunterlagen von 1909 und von einem alten Foto weiß, wieder aufzubauen. In den 1950er- oder 60er-Jahren sei der Vorbau abgerissen worden. Nahe am Stadtgraben habe es vermutlich Gründungsprobleme gegeben, denkt Thoß. Zwei Pfeiler an der Fassade deuten bis heute auf den verloren gegangenen Altan hin. Im Kellergeschoss wird sich der mehrgeschossige Anbau auf der Stadtgraben-Seite der Villa als Wintergarten präsentieren, darüber als Loggia und im ersten Obergeschoss als Balkon.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen