strassenbau : Reparatur für Schlagadern

Zwischen Autobahnanschluss und Vietgest ruhte diese Woche die Arbeit. Nächste Woche, wenn das Wetter hoffentlich wieder mitspielt, könnte es weitergehen mit der Straßensanierung.
Zwischen Autobahnanschluss und Vietgest ruhte diese Woche die Arbeit. Nächste Woche, wenn das Wetter hoffentlich wieder mitspielt, könnte es weitergehen mit der Straßensanierung.

Straßenbau bei Vietgest geht nächste Woche vermutlich weiter

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05. Dezember 2014, 22:00 Uhr

Die Zornesröte treiben neuerliche Reparaturen an Bundesstraßen in der Region Reinhard Knaack ins Gesicht. „Da werden intakte Straßen schon wieder erneuert, und in meiner Gemeinde weiß ich bei manchen Ortsteilen nicht, wie ich ohne Slalomfahrt durch die Schlaglöcher hinkomme“, schimpft der Bürgermeister von Lalendorf. Die Kommune lebt finanziell in Haushaltskonsolidierung und komme mit notwendigen Reparaturen ihrer eigenen Straßen gar nicht mehr hinterher, weil sie nicht einmal die Eigenmittel für mögliche Förderungen aufbringen könne. Knaack mag einfach nicht verstehen, warum aus verschiedenen Geldtöpfen offensichtlich hier Straßen vernachlässigt werden (müssen), während anderswo regelmäßig ein neuer Belag drauf kommt, obwohl der Verschleiß viel geringer aussieht.

Eine andere Sicht auf diese Dinge hat Ronald Normann. „Auf den Bundesstraßen bewegt sich der meiste Verkehr. Hier werden rund um die Uhr Waren durch Deutschland transportiert, was für die Wirtschaft lebensnotwendige Bedeutung hat“, hält der Leiter des für die Bundesstraßen zuständigen Straßenbauamtes in Klueß entgegen. Die Lebensdauer einer Deckschicht auf solchen Bundesstraßen halte in der Regel 15 bis 20 Jahre, gibt Normann Auskunft. Norman macht deutlich: „Diesen Hauptachsen des Verkehrs kommt eine ganz andere Priorität zu als den Gemeindestraßen.“ Deshalb würden diese „Schlagadern“ des Straßenverkehrs regelmäßig alle fünf Jahre auf ihren Zustand kontrolliert. Den jetzt von Bürgermeister Knaack angesprochenen Abschnitten sei zuletzt eben kein guter Zustand mehr attestiert worden – auch mit Blick auf die Zukunft unter dem oben genannten Aspekt. Und weil dem Amt zum Jahresende noch etwas Geld zur Verfügung gestellt wurde, wurden in Güstrow zwischen Klueß und dem Bahnübergang Borwinseck und in die andere Richtung bis zum Autobahnanschluss nahezu durchgehend jetzt 5 Zentimeter Binder- und 3 Zentimeter Deckschicht erneuert.

Gleiches sei fällig gewesen zwischen A19 und Vietgest sowie auf einem kurzen Abschnitt zwischen Vietgest und Lalendorf. Während der größte Abschnitt, der bei Güstrow, bereits fertig ist, habe in Richtung Vietgest der einsetzende Frost dem Auftragen des Asphaltes einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Das Mischgut ist 160 Grad heiß und muss auch heiß aufgetragen und angewalzt werden, um die notwendige Dichte und Haltbarkeit zu erreichen“, erklärt Normann, warum es nach dem Abfräsen der Oberfläche nicht weiterging. Nächste Woche, hofft der Straßenbauamtsleiter, könne es weitergehen. Normann: „Da wurden uns 5 Grad Celsius und trockenes Wetter prognostiziert. Ich denke, wir werden es in diesem Jahr noch schaffen.“

Die eben fertiggestellten Abschnitte in Güstrow sowie die Zuführungen zur Autobahn zwischen Güstrow und Vietgest bleiben übrigens Bundesstraßen, versichert Normann. Die Sachverhalte, betont der Amtsleiter, lägen also anders als bei den im Oktober überholten Abschnitten zwischen Kluß und Krakow am See bis Plau am See oder zwischen Klein Lantow und Rostock. Diese Abschnitte werden zum Jahreswechsel in die Zuständigkeit des Landes übergeben und seien deshalb noch einmal in Ordnung gebracht worden (SVZ berichtete).


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