Adventszeit : Rentier und der Alte strahlen um die Wette

Christine Brandenburg rückt den Weihnachtsmann auf seinem beleuchteten Schlitten zurecht. Fotos: REgina Mai
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Christine Brandenburg rückt den Weihnachtsmann auf seinem beleuchteten Schlitten zurecht. Fotos: REgina Mai

Grundstück in Kuhs zieht seit Jahren schon mit viel Weihnachtsdeko die Blicke auf sich

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17. Dezember 2014, 23:30 Uhr

Die Advents- und Weihnachtszeit hat in Kuhs ihre besondere Note. Seit Jahr und Tag schon sind Haus und Grundstück von Christine (58) und Dieter Brandenburg (60) festlich erleuchtet. Da bleiben keine Wünsche offen. Es erstrahlen der Weihnachtsmann mit seinem Rentier und dem Schlitten, ein Schneemann, Lichterketten und weitere Figuren. Eigentlich sei es gar nicht so viel, sagt Dieter Brandenburg und spricht von nur vier Deko-Plätzen. „Es sieht nur so viel aus, weil auch alle Fenster weihnachtlich leuchtend dekoriert sind“, fügt der gelernte Elektriker hinzu.

„Die Schwiegereltern in Hägerfelde haben schon immer weihnachtlich dekoriert. Das hat uns gefallen“, berichtet Christine Brandenburg. In einer Neubauwohnung habe man nur die Fenster und Zimmer dekorieren können, aber als man in Kuhs 1996 ein Haus gebaut hatte, konnte man sich richtig entfalten. „Jedes Jahr wurde es mehr“, gesteht sie. Inzwischen habe man die Möglichkeiten aber ziemlich ausgeschöpft. Den dunklen Dezember erleuchten, das sei gut fürs Gemüt, meinen die beiden. „Es macht Freude und gehört einfach zu Weihnachten dazu“, denkt Dieter Brandenburg.


Aufbau ist Männersache


Vom Freitagabend vor dem 1. Advent bis maximal 6. Januar sind Haus und Grundstück hell erleuchtet. Bei konzentrierter Arbeit benötige er einen Tag für den Aufbau. Um die Deko im Haus kümmere sich seiner Frau. Fast alles wird danach wieder abgebaut. Nur einige Lichtschläuche am Haus blieben hänten. Leider würden die LED-Lichtschläuche nicht lange halten. „Da ist es auch egal, ob man sie abnimmt oder dran lässt“, spricht der Kuhser aus Erfahrung. Stromkosten seien bei LED-Technik kein Thema, meint er. Automatisch schalte die Beleuchtung morgens um 5.30 Uhr ein und erhelle für zwei Stunden den frühen Morgen. Abends strahlt das Anwesen von 16 bis 22 Uhr. „Höchstens am Wochenende schalten wir noch mal ein oder zwei Stunden dazu“, verrät der Elektriker, der bis heute in der Branche arbeitet. Allerdings sitze er heute den ganzen Tag am Computer und überwachse Anlagen, u.a. das Umspannwerk in Güstrow.

Manchmal, aber eher selten, so erzählen die Brandenburgs, würden Menschen auf ihre Deko reagieren, mit dem Auto anhalten und fotografieren. Ein Dankeschön-Brief habe einmal in ihrem Briefkasten gesteckt. „Ich bin aber auch schon gefragt worden, ob ich Vertreter für solche Weihnachtsdeko sei“, berichtet Dieter Brandenburg. Und natürlich strahlt so ein Beispiel aus. „Als wir nach Kuhs kamen, war hier nichts. Inzwischen leuchtet es hier und dort in der Adventszeit“, erzählt Dieter Brandenburg. Das ziehe sich durchs ganze Dorf. Aber von einem Wettbewerb könne keine Rede sein. So groß sei die Leidenschaft nun auch nicht, gesteht der 60-Jährige. Nachbar Ulf Kalsich hat dieses Jahr jedenfalls erstmals eine Zuckerfichte im Vorgarten mit Lichtern versehen. Für mehr fehle Zeit und Muße, sagt er. Und außerdem es bei solcher Nachbarschaft wohl auch nicht nötig, „Bei uns ist es so hell, dass wir abends nicht unbedingt Licht einschalten müssen“, erklärt er.

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