Großes Kino in Güstrow : Relaxen in der „neuen Schauburg“

Heute gab es einen Tag der offenen Tür mit Travestiekünstlerin Daisy Ray – die Kinofans Brigitte Verfürth und Gisela Rudnicki (v.l.) sind begeistert
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Heute gab es einen Tag der offenen Tür mit Travestiekünstlerin Daisy Ray – die Kinofans Brigitte Verfürth und Gisela Rudnicki (v.l.) sind begeistert

Güstrower Kino nach nur zwei Wochen wieder geöffnet / Investitionen von halber Million Euro: neues Interieur, neue Technik

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03. Juli 2014, 22:00 Uhr

Sie werden demnächst vermutlich die begehrtesten Plätze sein in der frisch renovierten „Schauburg“: Ledersessel mit Fußstützen. Stefanie Heine, Claudia Wendt und Sohn Marlon Meck (6) haben sie jedenfalls gleich in Beschlag genommen, als gestern das Kino zu einem Tag der offenen Tür einlud. Eine komplette Reihe im großen Kino 1 ist mit dem „Relax-Gestühl“ ausgestattet. Die zwei Euro Zuzahlung wird so mancher Kino-Fan gerne drauflegen, zumal Inhaber Sylvio Verfürth ansonsten die Eintrittspreise für alle Kategorien um 50 Cent senken will. Dabei hat Verfürth erst mal kräftig investiert: Sessel und Fußböden in allen Sälen sind neu, angestaubtes Interieur ausgewechselt. Und ein neuer sogenannter 4K-Projektor wirft die bewegten Bilder auf die Leinwand im großen Saal. Verführt ist stolz darauf: „4000 Pixel, verbesserte 3D-Effekte – das ist die beste Technik, die am Markt ist. Und in Mecklenburg-Vorpommern ist dieses Kino das einzige, das damit schon ausgestattet ist.“

Christine Schröder fällt eher sofort der niedriger gesetzte neue Tresen auf. Als Kind schon habe sie die Schauburg und auch das Capitol gerne besucht, erzählt die Güstrowerin. 25 Pfennige habe sie einst der Besuch gekostet, berichtet die 70-Jährige. Bezahlt wurde da noch an der alten Kasse, die längst verschwunden ist. In diesem Bereich will Sylvio Verfürth in den nächsten Wochen noch etwas einbauen: einen Eis-Shop. „Wenn der letzte Nagel versenkt ist, werden das knapp eine halbe Million Euro sein, die neu im Haus stecken.“ Auch das Vorfeld soll etwas davon haben. Einige Fahrradständer sind jetzt auch endlich vorhanden, fehlten nur noch neue Gehwegplatten. Das will Verfürth mit der Stadt gemeinsam anpacken und hofft, dass das dieses Jahr noch klappt.

Eine Sorge will Sylvio Verfürth Christine Schröder gerne nehmen. „Das Kino gehört doch zum Leben dazu. Und wer will, kann hier auch einfach nur einen Kaffee trinken“, lädt der Inhaber auf eine lange Zukunft des Kinos ein.


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