Bundestagswahl 2017 : Rekord-Andrang zur Briefwahl

Seine Wahlunterlagen holte sich gestern auch Jörg Ulrich Mense ab. Antoinette Hennig, Auszubildende in der Güstrower Stadtverwaltung, erklärt dem Rentner, wie es geht.
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Seine Wahlunterlagen holte sich gestern auch Jörg Ulrich Mense ab. Antoinette Hennig, Auszubildende in der Güstrower Stadtverwaltung, erklärt dem Rentner, wie es geht.

Rekordteilnahme zeichnet sich ab. Briefwahlbüros jetzt in allen Stadt- und Amtsverwaltungen geöffnet.

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04. September 2017, 20:55 Uhr

In der Kreisstadt ist seit Montag das Briefwahllokal für die Wahlen zum Bundestag und für das Bürgermeisteramt geöffnet. Schon zur Öffnungszeit um 9 Uhr standen die ersten Bürger vor dem Ratssaal um von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Eine Schlange bis zur Treppe bildete sich, und in der ersten Stunde mögen es schon an die hundert Menschen gewesen sein, die sich zur Wahl im Briefwahlbüro gemeldet haben. Die drei Mitarbeiterinnen im Ratssaal hatten denn auch den ganzen Tag rege zu tun: 554 Wahlscheine haben sie gestern ausgestellt bzw. verschickt. „Schon in den vergangenen Tagen hatten sich die Nachfragen, wann denn das Büro öffnet und wie das Prozedere der Wahlen ist, gehäuft“, berichtet Wahlleiterin Cornelia Prüfer.

Der Wahltag für beide Voten ist Sonntag, der 24. September. Im Ratssaal des Rathauses kann jetzt bis zum 22. September die Briefwahl persönlich sofort erfolgen oder auch die Unterlagen zum Ausfüllen für Zuhause abgeholt werden. Dazu bedarf es keines Antrags, man muss nur die Wahlbenachrichtigung und ein Personaldokument mitbringen. Wie es genau geht und was man noch beachten muss, ist in der Wahlbenachrichtigung detailliert beschrieben. Die sollte jetzt jeder wahlberechtigte Bürger in seinem Briefkasten vorgefunden haben. Prüfer: „Wer die jetzt noch nicht hat, sollte sich umgehend im Rathaus melden.“

In den Ämtern Laage-Land und Krakow am See ist das Briefwahllokal, das sich in den Rathäusern der beiden Städte befindet, bereits seit über einer Woche geöffnet, ebenso im Verwaltungsgebäude des Amtes Güstrow-Land. Dort verzeichnen die Wahlleiterinnen ebenfalls einen sehr hohen Zuspruch für die Briefwahl. Mit 450 Briefwählern habe sie bereits nach einer Woche mehr als die Hälfte der Briefwähler im Vergleich zur Landtagswahl 2016 registriert, berichtet Steffi Lucht aus Krakow am See. Dabei stehen noch knapp drei Wochen für die Briefwahl zur Verfügung.

Auch für Petra Müller in Laage – hier wird ebenso wie in Güstrow ein neuer Bürgermeister gewählt – zeichne sich eine hohe Briefwahlbeteiligung ab. Sabine Schwarz im Amt Güstrow-Land hat bereits mehr als 400 Briefwähler aus ihrem Amtsbereich gezählt.

Wer von der Briefwahl tatsächlich per Brief Gebrauch machen möchte, muss die Zusendung der Wahlscheine beantragen. Das kann in Güstrow am bequemsten online auf www.guestrow.de erfolgen, aber auch per Post oder bei persönlicher Vorsprache im Rathaus. In den Ämtern Güstrow-Land, Laage-Land und Krakow am See kann man die Zusendung der Briefwahlunterlagen auch per E-Mail anfordern. Was nicht geht, ist die Beantragung per Telefon.

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