Reiseerinnerungen von allen Enden der Welt

Gestalteten die Ausstellung „Wenn einer eine Reise tut…“ in der Alten Schmiede von Groß Tessin mit: Gisela Schwarz, Peter Schwarz Katrin Wollenberg, Antje Müller und Magda Müller (v.l.).
Gestalteten die Ausstellung „Wenn einer eine Reise tut…“ in der Alten Schmiede von Groß Tessin mit: Gisela Schwarz, Peter Schwarz Katrin Wollenberg, Antje Müller und Magda Müller (v.l.).

16 Mitstreiter steuerten Material für die neue Ausstellung in der Alten Schmiede in Groß Tessin bei

svz.de von
10. Juli 2018, 05:00 Uhr

Nachdem der rührige Förderverein die alte, 1817 erbaute Gutsschmiede von Groß Tessin vor dem Verfall gerettet hat, gilt es nun seit einigen Jahren, die Begegnungsstätte mit Leben zu füllen. Für private Feiern wird das Gebäude genutzt, auch für Lesungen, Vorträge oder Veranstaltungen für Kinder oder Senioren. Seit drei Jahren organisiert Magda Müller, die im Vorstand des Fördervereins die Kultur verantwortet, zudem Ausstellungen der besonderen Art. Waren 2016 Fotos zu sehen, so lautete 2017 das Motto „Tiere“. Aktuell sind in der Alten Schmiede Fotos und Malereien zum weit gefassten Thema „Wenn einer eine Reise tut…“ zu betrachten.

Dabei ging die Kuratorin bei der Gewinnung von Ausstellern unkonventionell vor. Rechtzeitig gab sie das Motto bekannt, sprach Bekannte an oder hoffte, von noch Unbekannten angesprochen zu werden. Auf diese Weise kamen für die aktuelle Schau 16 Mitstreiter – Fotografen und Maler – zusammen, die ihre Werke präsentieren. Oft verbirgt sich hinter dem Gezeigten eine eigene Geschichte. Wie bei Elgard Sollmann aus Dobbin, deren Tochter eine Weltreise unternahm und die der Mutter von allen Ecken der Welt Fotos nach Hause mailte. Elgard Sollmann nahm sie als Vorlage für ihre Malarbeiten.

Katrin Wollenberg aus Marienhof schildert in ihren Beiträgen „Die zwei Seiten Madeiras“. Hobbyfotograf Jürgen Poleratzki steuerte beeindruckende Aufnahmen von seinen Wanderungen um den Krakower See bei. Künstler Peter Schwarz stellt Wandbilder vor, die er für die historische Rostocker Straße Sackpfeife, in der einst Reformator Joachim Slüter wohnte, geschaffen hat. „Es ist gelungen, für die neue Ausstellung viele Mitstreiter aus der Region zu gewinnen“, freute sich die Kuratorin zur Eröffnung.

Wer die spezielle Schau in der Alten Schmiede in Groß Tessin sehen will, muss sich beeilen. Bis zum 29. Juli öffnet Magda Müller sonnabends und sonntags von 14 bis 16 Uhr die Türen. Dann gibt es auch Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Und in der Zeit denkt die Kuratorin über das Motto für 2019 nach. „Die endgültige Formulierung fehlt noch. Aber das Thema soll in Richtung ‚Meisterschaft‘ oder ‚Meisterlich‘ gehen, also wieder sehr weit gefasst werden“, verrät Kuratorin Magda Müller.

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