20 Fragen : „Rein in den Topf und fertig“

Einer der Lieblingsplätze von Peggy Tetzlaff: das Erdbeerhäuschen in ihrem Garten in Güstrow.
Foto:
1 von 1
Einer der Lieblingsplätze von Peggy Tetzlaff: das Erdbeerhäuschen in ihrem Garten in Güstrow.

20 Fragen an Peggy Tetzlaff, Lehrerin an der Freien Schule Güstrow / Sie rief das Projekt „Stolpersteine“ mit ihren Schülern ins Leben

Seit 2008 ist Peggy Tetzlaff, geboren 1980, Lehrerin an der Freien Schule Güstrow. Dort unterrichtet sie die Fächer Deutsch und Weltkunde. Seit Jahren kümmert sich Peggy Tetzlaff mit ihren Schülern um die Stolpersteine in Güstrow. Jedes Jahr werden sie gemeinsam geputzt und gleichzeitig bringt sie den Schülern etwas über jüdische Geschichte in Güstrow bei. Peggy Tetzlaff studierte an der Rostocker Universität Deutsch und Geschichte auf Lehramt. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit 2012 engagiert sie sich zudem ehrenamtlich als Sanitätshelferin und Erste-Hilfe-Ausbilderin bei der Johanniter-Unfallhilfe.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Wenn das Wetter schön ist, sitze ich Zuhause in meinem Erdbeerhäuschen im Garten mit einem leckeren Cappuccino und einer großen Schale Erdbeeren und schaue den Pflanzen beim Wachsen und den Kindern beim Toben zu.
Außerdem sitze ich gern in meinem Arbeitszimmer an meiner Nähmaschine und hoffe, dass sie den Stoff nicht wieder auffrisst.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ich wünschte mir, dass ich die fehlende Toleranz und Akzeptanz gegenüber den Güstrower Flüchtlingen und Asylbewerbern abschaffen könnte – aber das schafft leider nicht einmal der Bürgermeister, auch wenn er sich noch so sehr anstrengt.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
In der Freien Schule Güstrow. Die meiste Zeit verbringe ich auf der Arbeit; ich arbeite gern mit Jugendlichen zusammen. Da gibt es viel zu besprechen, zu diskutieren und auch zu lachen. Wenn nur nicht immer die vielen Korrekturen wären…
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit Pizzabacken und als Betreuerin auf Kinder-und Jugendferienlagern.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für meinen Mopedführerschein. Lang, lang ist das her.
Was würden Sie gerne können?
Quilten, daran habe ich mich bisher noch nicht herangetraut.
Was stört Sie an anderen?
Intoleranz, Inakzeptanz, Unehrlichkeit und vulgäre Ausdrucksweisen.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Als mein Mann mit dem Diabolo unserer Tochter Kunststücke machte, die keine waren. Auf die Show kam es an.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Es gibt sicherlich hunderte von unvernünftigen Sachen, die ich getan habe, aber die behalte ich besser für mich.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Ein lieber Freund, der schwer erkrankt ist und trotz zahlreicher Behandlungen seinen Lebensmut nicht verliert, für seine Familie da ist und trotzdem ehrenamtlich bei der Johanniter-Unfallhilfe tätig ist. Ich ziehe den Hut vor dir, Roland.
Welches Buch lesen Sie gerade?
„Der Medicus“ von Noah Gordon, immer mal wieder, weil ich immer wieder etwas Neues entdecke, auch beim elften Mal Lesen.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Meine Schüler werden jetzt sicherlich lachen, aber die Tagesschau finde ich zur politischen Meinungsbildung wirklich wichtig. Außerdem schaue ich aber auch Krimis und historische Spielfilme.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Bei keinem von beiden. Das ist beides nicht so meins; außer es muss durch einen Sanitätsdienst abgesichert werden.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Ich würde gern Mathias Brodkorb in unserer Schule treffen, damit er sich selbst ein Bild machen kann, dass Freie Schulen eine Bereicherung für die Bildungslandschaft in MV sind und keine Institution, die staatlichen Schulen die Schüler wegnimmt.
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Eine Kombination aus deutsch, italienisch und Eigenkreation. Ich halte mich selten an Kochrezepte. Wichtig ist nur, dass es nicht so lange dauert. Ein Blick in den Kühlschrank und Vorratsschrank reicht aus, rein in den Topf und fertig.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Da gibt es zwei Lieder: „Halt mich“ von Herbert Grönemeyer, das war eines der ersten Lieder, welches ich mit meinem Mann gehört habe. „The rose“ von Bette Middler, das eine wichtige emotionale Verbindung zwischen mir und meiner Schwester darstellt.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
An meinem Verlobungsring, den ich vor fast zwölf Jahren bekommen habe.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Oh, das finde ich schwierig zu beantworten. Es wäre schön, wenn alles so bleibt, wie es ist – nur ein wenig besser.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Auf jeden Fall möchte ich weiterhin ehrenamtlich tätig sein: gern immer noch in der Johanniter-Unfallhilfe, vielleicht aber auch als Notfallseelsorger oder, oder, oder….
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Gerd Rößler, Haus- und Hofmeister an der Freien Schule Güstrow, er hat immer ein offenes Ohr und hilft, wo er nur kann. Danke Gerd, dass es dich gibt!

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen