zur Navigation springen

Kunstnacht : Reich gefüllte kulturelle Speisekarte

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Unterwegs an Stationen der 15. Güstrower Kunstnacht

Kultur und Kunst satt erlebten die Besucher der 15. Güstrower Kunstnacht. Der Kunst- und Altertumsverein der Barlachstadt hatte die kulturelle Speisekarte im Zusammenwirken mit fast 20 Partnern reich gefüllt. Das Problem: Zeit und Kondition reichten einfach nicht aus, um alle angebotenen Leckerbissen zu genießen, so musste sich jeder sein Menü zusammenstellen.

Mit der stimmungsvollen Eröffnung der Sonderausstellung zu Vera Kopetz (1910-1998) begann der Abend. Die zuletzt auf der Insel Usedom lebende Künstlerin hatte in den 50er- und 60er-Jahren ihre Spuren in Güstrow im Theater, in der Gehörlosenschule und im Schloss hinterlassen. Dieter Kölpien und Gernot Moeller ist es zu danken, dass diese Ausstellung zustande kam. Die beiden Güstrower Heimatforscher hatten den Kontakt zu den Söhnen hergestellt und so haben die Barlachstädter nun die Möglichkeit, die Malerin Kopetz kennen zu lernen. Michael Kopetz zeigte sich überwältigt von der großen Herzlichkeit, mit der die Güstrower die Ausstellung aufnahmen. Er schenkte der Stadt ein Gemälde, auf dem seine Mutter Barlachs Lebensgefährtin Marga Böhmer porträtiert hatte. „Dieses Bild gehört nach Güstrow und nur nach Güstrow“, sagte er unter dem Beifall der Besucher.

Auf dem Franz-Parr-Platz sorgte das Sinfonische Blasorchester der Kreismusikschule Güstrow mit „handgemachter Musik“ für Schwung. Kuchen und Bratwurst bot der Rotaryclub als Wegzehrung an. Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen dem Kinder-Jugend-Kunsthaus zugute, versicherte Dieter Heidenreich. Musik der Güstrower Gruppe „piekfein“ lockte die Nachtschwärmer von der Hageböcker Straße ins Weinhaus. Die Stühle im gemütlichen Hof waren schnell besetzt. Elisabeth und Katrin England, Mutter und Tochter aus Laage, hatten einen guten Platz gefunden und genossen ihre erste Kunstnacht. „Wir kommen 2016 bestimmt wieder“, versicherten sie unisono und hatten für den Abend noch die Flamenco-Tänzerin in der Gertrudenkapelle auf dem Zettel. Sie hatten hoffentlich nicht erst den letzten Auftritt im Blick – denn alle Vorstellungen waren wegen Überfüllung schnell geschlossen. Zusätzliche Stühle mussten auch Mitarbeiter der Uwe-Johnson-Bibliothek herbei schaffen. Manuela Kuck stellte ihre vier „Rügen-Krimis“ vor, die sie unter dem Pseudonym Katharina Peters - der Name ihrer krimibegeisterten Mutter – geschrieben hat. An einem Abend aus vier Büchern zu lesen, war auch für sie eine Premiere. Vielleicht werden es zur nächsten Kunstnacht sogar fünf? „Ein weiterer Rügen-Krimi erscheint im Frühjahr, ein sechster ist in Arbeit“, kündigte sie an.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen