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Güstrower Anzeiger

17. November 2017 | 22:37 Uhr

Regionale Autoren hatten das Wort

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Roman und satirischer Reiseführer in Bibliothek vorgestellt / Johnson-Literaturtage Güstrow finden heute ihren Abschluss

Die Uwe-Johnson-Literaturtage in Güstrow dauern in diesem Jahr fast eine Woche lang und finden heute ihren Abschluss. Ab 10 Uhr gibt es „Bausteine zu einer Uwe Johnson-Biographie“ von Dr. Holger Helbig. Ab 11 Uhr tragen Schauspielschüler der HMT Rostock eine Collage von Urteilen vor unter dem Titel „Zeitgenossen über Johnson“. Und ab 12 Uhr wird das Uwe-Johnson-Lesebuch „Johnson in der Schule“ durch Heide Meincke und Mathias Brodkorb, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur MV, vorgestellt. Anschließend gibt es einen Rundgang „Ingrid Babendererde“ durch die Johnson-Projektgruppe des John-Brinckman-Gymnasiums (siehe Programm auf Güstrow-Planer).

Am Donnerstagabend lasen regionale Autoren in der Güstrower Bibliothek. Dr. Sven Reiter aus Güstrow stellte seinen ersten Roman „Traumzeitmonde“ vor. Das auf realen Ereignissen und wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende und mit einem Schuss Fiktion und dichterischer Freiheit ergänzte Buch erschien bereits 2013. „Im Vorfeld habe ich 500 Quellen ausgewertet“, erklärte er den interessierten Zuhörern. Mit Fotos ergänzte er seine Ausführungen, in denen er einiges über den Inhalt des Buches verriet. „Astronomie hat mich schon immer interessiert“, verriet er.

Im zweiten Teil des Abends wurde es eher amüsant. Der Kabarettist und Autor Christopher Dietrich las aus seinem satirischen Reiseführer durch Mecklenburg-Vorpommern, den er glatt mit der Überschrift „Unendliche Weiten“ überschrieb. Allerdings hätte es seiner Meinung nach auch so betitelt werden können: „In 24 Tagen um das Feld“.

Satirisch machte sich Christopher Dietrich also auf den Weg und reiste durch MV. Auch Güstrow kommt nicht ungeschoren davon. Das Kapitel Güstrow und Ludwigslust wurde mit „Potemkinsche Weihnachtsmärkte und feudale Fake-Profile“ überschrieben. Die Lesung machte Lust auf mehr. Allerdings muss man zu Hause das Buch allein lesen und bekommt es nicht von einem Kabarettisten vorgetragen.

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