SVZ-Vereinsserie : Reger, vitaler und aktiver Verein

Der Vorstand des Angelvereins Krakow am See: Daniel Krüger, Bernd Schmattke, Dieter Mahnke, Marco Biermann, Stefan Schade, Mario Mansfeld, Daniel Baumann, Olaf Trost, Michael Naumann und Vorsitzender Dirk Rojahn (v. l.). Auf dem Foto fehlt Christoph Küsters.
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Der Vorstand des Angelvereins Krakow am See: Daniel Krüger, Bernd Schmattke, Dieter Mahnke, Marco Biermann, Stefan Schade, Mario Mansfeld, Daniel Baumann, Olaf Trost, Michael Naumann und Vorsitzender Dirk Rojahn (v. l.). Auf dem Foto fehlt Christoph Küsters.

SVZ-Serie „Vereine in der Region“: Angelverein Krakow am See kümmert sich um Kinder und Jugendliche.

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29. Januar 2018, 12:00 Uhr

Die ungemütliche Jahreszeit nutzen Angler gern, um Versammlungen oder Lehrgänge zu absolvieren. So auch die Krakower Petrijünger. Zu seiner Jahreshauptversammlung hatte der Vorstand des Angelvereins Krakow am See an einem Sonntagnachmittag im Januar in die Gaststätte „Am Jörnberg“ eingeladen. Die Beteiligung war so groß, dass bald Stühle nachgeordert werden mussten. „Aber wir sind ja in Krakow am See auch der größte Verein. Zurzeit zählen wir 263 Mitglieder und konnten damit einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr feststellen“, sagt Dirk Rojahn. Der Vorsitzende zeichnete in seinem Rechenschaftsbericht das Bild eines regen, vitalen und sehr aktiven Vereins. So haben sich die Angler im vergangenen Jahr an vielen Veranstaltungen im Luftkurort – beispielsweise beim Fischerfest, beim Altstadtfest oder beim Mittsommernachtslauf – eingebracht.



Neuer Betreiber für Gaststätte gesucht



Ein Höhepunkt, erzählt Rojahn, sei das vereinseigene Sportfest im Juni mit mehr als 100 Gästen gewesen. Der traditionelle Anglerball, ein Ausflug nach Berlin, Skatabende und nicht zuletzt eine Vielzahl von Angelwettbewerben komplettierten die Liste der Aktivitäten. Der Vorsitzende verweist auch auf 518 Arbeitsstunden, die Vereinsmitglieder im vergangenen Jahr geleistet haben. Dabei wurden das Vereinsgelände gesäubert, Brücke und Ponton instandgesetzt und Sanierungen an der leerstehenden Vereinsgaststätte ausgeführt. „Für die Gaststätte suchen wir einen neuen Betreiber“, sagt Rojahn.

„Ein besonderes Augenmerk in unserem Verein liegt auf der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Da lassen wir uns und besonders Jugendgruppenleiter Olaf Trost immer sehr viel einfallen“, versichert der Vorsitzende. Ein Höhepunkt in jedem Jahr ist das Zeltlager auf der Insel Lieps. Mit Wettbewerben vergeht die Zeit dort wie im Flug und zu den Mahlzeiten kommt selbst gefangener Fisch auf den Tisch. „Die Krakower staunten nicht schlecht, als das Fahrgastschiff ‚Frauenlob‘ am 30. Juli vergangenen Jahres ein Ponton und viele angehängte Boote über den See zog. Das war unsere Rückkehr von der Insel“, erinnert sich Dirk Rojahn schmunzelnd.

Im Verein gepflegt und vor allem von Kindern und Jugendlichen betrieben wird der Castingsport. In dieser Präzisionssportart, in der es um Weit- und Zielwerfen geht, errangen Krakower 2017 wieder zahlreiche Erfolge bei Wettbewerben. Vereinschef Rojahn, der auch Referent für Castingsport in MV ist, ging da mit gutem Beispiel voran: bei den Deutschen Senioren-Castingmeisterschaften belegte er den zweiten Platz.

Das Angeln hat in Krakow am See eine lange Tradition. Kunststück, liegt das Gewässer, in dem sich Barsche, Aale, Hechte, Plötze und Brassen tummeln, doch direkt vor der Haustür. Laut Protokoll einer Stadtvertretersitzung soll sich ein Verein für Sportangler in Krakow bereits 1947 gegründet haben. Erste Dokumente über Aktivitäten der Sportgemeinschaft Krakow, „Sparte Angeln“, liegen aus dem Jahr 1949 vor. Nach der Wende wurden schnell Stimmen laut, die für einen Angelverein warben. Am 23. März 1991 war es dann so weit. Bei seiner Gründung zählte der Verein um die 50 Mitglieder.

Für dieses Jahr sind wieder zahlreiche sportliche und kulturelle Aktivitäten geplant. Aber auch Arbeiten auf dem Vereinsgelände stehen an. „Wir müssen unbedingt die elektrischen Anlagen im Bootsschuppen und am Steg erneuern. In der Vereinsgaststätte gibt es ebenfalls noch einiges zu tun“, blickt der Vorsitzende voraus.

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