zur Navigation springen
Güstrower Anzeiger

23. September 2017 | 05:59 Uhr

Kantorei Güstrow : Reformation und Musik

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kultur aktuell 2017: 20 kleine und große Konzerte stehen für Dom und Pfarrkirche im Jahresprogramm:

von
erstellt am 10.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Auch die Güstrower Kantorei, die jetzt ihr Jahresprogramm mit 20 kleinen und großen Konzerten im Dom und in der Pfarrkirche vorlegt, kommt am Reformationsjubiläum nicht vorbei. Martin Luther schrieb viele Kirchenlieder wie z.B. „Ein feste Burg ist unser Gott“. Zu allen Zeiten machten sich Komponisten daran diese zu vertonen. Kantor Martin Ohse freut sich insbesondere auf eine Konzert unter dem Titel „Johann Sebastian Bach: Reformationskantaten“ am 24. Juni im Güstrower Dom.

In der Lutherzeit vor 500 Jahren seien die ersten Kantoreien entstanden, berichtet der Kantor. Die Güstrower Kantorei, das Collegium Alte Musik Vorpommern sowie bekannte und weniger bekannte Solisten werden das Hauptkonzert im Juni gestalten. „Es sind wunderbare Kantanten“, schwärmt Martin Ohse. Drei weitere Konzerte sind dem Refomationsjubiläum gewidmet: „Ich, Martin Luther“ heißt es am 18. Juli im Dom. Das Trio Choralconcert bietet Musik und Leben des großen Reformators dar. Mit „Luther 500“ kommt im August das Leipziger Blechbläserquintett „emBRASSment“ nach Güstrow. Den Reigen schließt das Landesamateurorchester MV mit einem Konzert am 8. Oktober in der Pfarrkirche. „Es sind Musiker aus ganz MV, die jedes Jahr in eine andere Stadt kommen, ein Wochenende proben und dann ein Konzert geben“, erklärt Ohse und sieht den Auftritt als einen Höhepunkt der Kirchenmusik im Herbst.

„Wir werden auch wieder eine Orgelnacht anbieten“, betont Kantor Ohse. Sie wird hoffentlich ohne die groß Domorgel stattfinden. Die soll nämlich zu der Zeit (13. Juni) gereinigt und repariert werden. Deshalb werde man anders als bei vorangegangenen Veranstaltungen im Dom – Orgel in der Winterkirche und Truhenorgel – beginnen und dann in die Pfarrkirche gehen. Orgelkonzerte sind folglich insgesamt in der Pfarrkirche geplant. Martin Ohse erwartet dazu den Bachpreisträger Johannes Unger aus Lübeck, den gebürtigen Laager Fritz Abs aus Parchim und Alexander Moseler aus Schwaan.

Hervorheben möchte Martin Ohse ein Chorkonzert mit „Svensk Ton“ im Juli, das ausschließlich Werke skandinavischer Komponisten zu Gehör bringt.

Für die rund 90 Sänger und Sängerinnen der Güstrower Kantorei stehen drei große Konzerte auf dem Programm. Das sind neben den bereits erwähnten Reformationskantaten im Juni das Weihnachtskonzert „Magnificat und Weihnachtshistorie“ im Dezember und die Passionsmusik (25. März), die seit Ende vergangenen Jahres einstudiert wird.

Mit seinen 90 Sängern und Sängerinnen sieht Kantor Ohse die Kantorei gut aufgestellt. Die üblichen Nachwuchssorgen habe man nicht. Es sei ein vom Alter her recht gemischter Chor, dem es auch an Männerstimmen nicht mangelt. Dennoch seien weitere Sänger immer willkommen. „Es ist ein Laienchor. es sind keine Profis“, betont Ohse.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen