Haustierpark Lelkendorf : Rechtzeitig vor Hitzewelle Alpakas von Wolle befreit

Die Tiere wehren sich beim Scheren: Schafschererin Beate Knoche und Helfer des Tierparks befrien ein Alpaka von Wolle.
Die Tiere wehren sich beim Scheren: Schafschererin Beate Knoche und Helfer des Tierparks befrien ein Alpaka von Wolle.

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04. Juli 2015, 06:00 Uhr

Gerade noch rechtzeitig vor der extremen Hitzewelle konnten die vier Alpakas des Haustierparks Lelkendorf jetzt geschoren werden. „Mit der professionellen Schafschererin Beate Knoche aus Hermannshagen konnten wir zum Glück noch einen kurzfristigen Schertermin vereinbaren“, sagt Tierparkleiter Jürgen Güntherschulze. „Die Alpakas sind nun bei der glühenden Sommerhitze deutlich erleichtert und nicht mehr kreislaufgefährdet.“

Das seit Tagen schön durchgetrocknete feine Alpaka-Vlies war prima zu scheren, auch wenn Schafscherer üblicherweise keine Freunde der Alpaka-Schur sind. Denn Alpakas wehren sich beim Greifen heftig, müssen in den Schwitzkasten genommen werden und können nicht wie bei Schafen einfach auf den Hintern gesetzt und geschoren werden. „Ganz zum Schluss kommt die Schermaschine dem Kopf und Gesicht der Tiere mit schnarrendem Geräusch sehr nahe, was die Tiere absolut gar nicht mögen und Abwehrbewegungen machen. Deshalb belässt man es dabei und klammert den Kopfbereich aus“, schildert Güntherschulze. Die Folge: „Die geschorenen Alpakas, die ohnehin nun optisch mehr als die Hälfte Körpervolumen eingebüßt haben, aber um den Kopf herum noch langhaarig wild ausschauen, erinnern den Betrachter ein bisschen an ein ,gerupftes Huhn’“.

Resultat der Alpakaschur nach eineinhalb Stunden Arbeit: fünf Säcke voll feinster brauner und schwarzbrauner Wolle. Zwei Säcke sind schon verkauft. Wer aber selbst einmal kleinere Mengen Alpaka-Wolle besitzen oder sogar verarbeiten möchte, der kann sich beim Haustierpark telefonisch oder per E-Mail melden (Telefon 03 99 56/ 2 95 09, E-Mail info@haustierpark-lelkendorf.de.

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