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Neue Busse : Rebus: auf gutem Weg zur Barrierefreiheit

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

2017 wird die Regionalbus Rostock GmbH zwölf neue Niederflurbusse anschaffen

Die kontinuierliche Erneuerung des Busbestandes des regionalen Busunternehmens Rebus wird auch 2017 weiter gehen. Infrastruktur-Minister Christian Pegel (SPD) überreichte gestern in Güstrow an Geschäftsführerin Simone Zabel und Landrat Sebastian Constien für den Gesellschafter einen Zuwendungsbescheid über 700 000 Euro. Mit einem Eigenanteil von 910 000 Euro können dafür sieben neue, etwa zwölf Meter lange Niederflurbusse angeschafft werden. Die allerdings würden nicht ausreichen, um die von der EU geforderte Barrierefreiheit bis 2022 zu erreichen. „Aus diesem Grund werden wir noch einmal eine Million Euro aus eigenen Mitteln aufbringen, um fünf weitere Busse zu erwerben“, informierte die Geschäftsführerin.

Pegel begegnete Kritik, dass er den Zuwendungsbescheid so kurz vor den Landtagswahlen überreiche, offensiv. „Natürlich mache ich Wahlkampf und das schon seit über zwei Jahren“, bekannte er. Hauptgrund aber sei, dass er von Rebus gebeten worden sei, die Mittel möglichst vor dem Herbst zuzusagen. Das bestätigte Simone Zabel und machte eine Rechnung auf. „Wir veranschlagen etwa vier Monate, bis die vorgeschriebene EU-weite Ausschreibung durch ist. Dann lösen wir den Auftrag aus und hoffen, dass die Auftragsbücher der Hersteller noch nicht zu sehr gefüllt sind, wir einen guten Preis erzielen und die neuen Fahrzeuge vielleicht schon zu Saisonbeginn im Mai 2017 einsetzen können“, sagte sie. Im September wolle sich das Unternehmen auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Hannover über die neuesten Trends und Angebote informieren. „Die Hersteller profitieren dabei auch von unseren Praxiserfahrungen“, sagte sie. Die Rebus-Fahrzeugflotte ist im gesamten Landkreis inzwischen über die Hälfte weitestgehend barrierefrei ausgestattet.

Dass die Barrierefreiheit in den Bussen bis 2022 realisiert werde, ist aber nur die eine Seite der Medaille. Wichtig ist, dass bis dahin auch die Haltestellen für Menschen mit Behinderungen erreichbar sind. Das zu sichern, so Geschäftsführerin Zabel, sei Aufgabe der Kommunen. „In den Städten sind wir da dank unserer Zusammenarbeit mit den Behindertenbeiräten schon recht weit“, informierte sie.

Zuletzt konnten 2015 sieben barrierefreie Standardlinienbusse, ein Niederflurbus und zwei Gelenkbusse mit einer Gesamtinvestition von 2,35 Millionen Euro angeschafft werden. In diesem Jahr kommen 13 neue Busse dazu. Die Fahrzeug-Lieferung wird für Oktober erwartet. Rebus beschäftigt 250 Mitarbeiter, davon 160 Busfahrer. Im Auftrag des Landkreises sichert Rebus den öffentlichen Personennahverkehr. Pro Jahr legen die 140 Fahrzeuge auf den 82 Linien zirka 7,5 Millionen Fahrkilometer zurück.

 

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