Stahlhof Güstrow : Reaktivierung einer Industriebrache

Noch haben die Abrissarbeiten auf dem Stahlhof-Gelände nicht begonnen.
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Noch haben die Abrissarbeiten auf dem Stahlhof-Gelände nicht begonnen.

Ausschüsse der Stadtvertretung Güstrow diskutieren Konzept zur Entwicklung des Stahlhofes

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06. November 2014, 06:00 Uhr

Ein städtebauliches Konzept zur Entwicklung des Stahlhofes soll jetzt her. Sämtliche Ausschüsse der Stadtvertretung Güstrow beschäftigen sich zurzeit mit diesem Thema. Schon im Frühjahr hatte die Güstrower Stadtvertretung beschlossen eine so genannte Mehrfachbeauftragung auszulösen. Anders als bei einem Investorenwettbewerb, bei dem Architekten und Stadtplaner das gesamte Vorhaben mit einen Investoren realisieren, behält die Stadt bei dem jetzt eingeschlagenen Weg die Steuerung des Projektes in der Hand. Nun soll die Stadtvertretung am 4. Dezember fünf Planungsbüros in Mecklenburg, Brandenburg, Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein beauftragen. Auch den Universitäten aus den beteiligten Bundesländern soll die Möglichkeit gegeben werden, sich mit je zwei studentischen Arbeiten am Verfahren zu beteiligen.

Einstimmig empfiehlt der Ausschuss für Stadtentwicklung den Vorschlag der Verwaltung anzunehmen. Fragen gab es im Ausschuss in dieser Woche vom Ausschussvorsitzenden Sebastian Berg (CDU), der noch weitere Büros in Betracht ziehen wollte. Aber von Jane Weber, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes, hörte er, dass es dafür zu spät sei. Sabine Moritz (SPD) fragte nach, ob man mit der Auftragsauslösung nicht warten sollte, bis ein Abriss, der sich nun seit Monaten verschiebt, wenigsten im Gange sei. „Wir wissen, was weg kommt und was stehen bleibt und sollten jetzt nicht noch mehr Zeit verstreichen lassen“, entgegnete Weber. Das städtebauliche Konzept bilde die Grundlage für die Bebauungsplanung. Allein dafür müsse man rund eineinhalb Jahre veranschlagen. Die Verwaltung strebe danach, die Fläche nach erfolgtem Abriss nicht allzu lange ruhen zu lassen, erklärte Weber weiter.

Auch der Finanzausschuss stimmte dem Vorhaben „Stahlhof – Reaktivierung einer Industriebrache“ zu. Die geplanten Kosten für die Mehrfachbeauftragung in Höhe von 67 000 Euro seien durch Umverteilungen im Haushalt „freigeschaufelt“ worden, erklärte Kämmerin Barbara Moll am Dienstagabend.

Den Planungsbüros gibt die Stadt eine detaillierte Aufgabenstellung. Danach, so Weber, sollen Einzelhandel, Dienstleistung (eventuelle die Kreisverwaltung), Wohnen, kulturelle Angebote und Parkplätze in der Planung eine Rolle spielen. Ein Auswahlgremium wird später entweder einen Planentwurf favorisieren oder Details aus verschiedenen Planentwürfen entnehmen, aus denen dann eine Bebauungsplan gestrickt wird, erklärt die Amtsleiterin.

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