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Laga-Absage an Barlachstadt : Reaktionen folgen prompt

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Die Entscheidung gegen eine Landesgartenschau in MV ruft unterschiedliche Reaktionen hervor. "Die Landesregierung hat eine große Chance zur Entwicklung der Region verpasst", heißt es Seitens der Stadt Güstrow.

svz.de von
erstellt am 26.Jan.2012 | 10:19 Uhr

Güstrow | Die Entscheidung der Landesregierung gegen eine Landesgartenschau (Laga) 2014/15 in Mecklenburg-Vorpommern und der Vorwurf, Güstrow sei finanziell nicht leistungsfähig für so ein Großereignis (SVZ berichtete), ruft unterschiedliche Reaktionen hervor.

"Die Landesregierung hat eine große Chance zur Entwicklung der Region verpasst", schreibt Sascha Zimmermann, Vorsitzender der FDP-Stadtfraktion Güstrow. Mit großem Engagement hätten Förderverein, Stadtvertretung und Verwaltung an einer Realisierung gearbeitet. Herausgekommen sei ein tolles Konzept, welches ein Gewinn für Umwelt, Stadtentwicklung, Wirtschaft und Bürger wie Touristen gebracht hätte. Das Hauptaugenmerk sei dabei vor allem auf die finanzielle Tragfähigkeit gelegt worden, so Zimmermann. "Insofern enttäuscht mich die hasenfüßige Entscheidung der Landesregierung. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wir müssen nun schauen, was vom Konzept auch ohne Fördermittel umgesetzt werden kann. Zumindest kommen nun Mehrkosten auf uns zu, da viele Dinge, die im Laga-Konzept standen, ohnehin angepackt werden müssen. Nun eben ohne finanzielle Beteiligung des Landes. Statt eines großen Schrittes vorwärts, muss Güstrow nun in Tippelschritten seine positive Entwicklung fortsetzen. Schade um die verpasste Gelegenheit."

Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Norbert Nieszery aus Dreetz, unterstreicht, dass mit der Laga-Absage der Landesregierung ausdrücklich keine Grundsatzentscheidung gegen eine Landesgartenschau in der Zukunft verbunden sei: "Es war mir bei den Beratungen im Kabinett sehr wichtig, dass die Landesregierung sich nicht grundsätzlich gegen die Durchführung einer Landesgartenschau ausspricht. Zwar kann in 2014/2015 weder in Putbus noch in Güstrow eine solche Schau durchgeführt werden, aber eventuell zu einem späteren Zeitpunkt. Denn die positiven wirtschaftlichen, touristischen und infrastrukturellen Effekte einer solchen Leistungsschau des Gärtnerhandwerks können aus meiner Sicht durchaus beachtlich sein."

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