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Güstrower Anzeiger

22. August 2017 | 15:07 Uhr

Laage : Raum für Erinnerungen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Eine Interessengemeinschaft stellt in Laage ihr erstes Heft vor – weitere Publikation in loser Folge geplant.

Die Interessengemeinschaft „Laager Erinnerungen“ hat ein Heft mit gleichnamigem Titel herausgebracht. Erhältlich ist es im Rathaus. Und: Es soll keine Eintagsfliege im Jubiläumsjahr bleiben. Weitere Hefte sind in loser Folge vorgesehen. Am Mittwochabend stellte die Interessengemeinschaft die erste Ausgabe der Laager Erinnerungen vor. Schnell waren die Herausgeber mit den Gästen im Gespräch. Gemeinsam schwelgte man in Erinnerungen.

So hat sich Ernst-August Dahl, der das Heft vorstellte, in einem Beitrag unter der Überschrift „800 Jahre Laage“ einmal mit den Beinamen der Stadt beschäftigt: Recknitzstadt, Ackerbürgerstadt und Garnisonsstadt. „Selbst Luftkurort war Laage“, berichtete Dahl und war erfreut, dass auch einige Gäste sich daran erinnerten. Geschrieben hat er außerdem über Kindheitserinnerungen, über das Leben von einst in der St. Jürgen-Straße, der Bahnhofstraße und der Rosmarienstraße. „Die Rosmarienstraße war die schlimmste Straße. Hier gab es keine Kanalisation, die Jauche lief die Straße hinunter. Furchtbar. Und dennoch, die Leute saßen abends vor der Tür und sprachen über Gott und die Welt. Das war Tradition“, berichtet der gebürtige Laager, der heue in Bad Doberan lebt, sich aber mit seiner Heimatstadt weiterhin verbunden fühlt.

Wie auch Fritz Abs war Ernst-August Dahl Mitglied im Laager Heimatverein, hatte seinerzeit angeregt zum Stadtjubiläum ein Büchlein mit Erinnerungen herauszugeben. Inzwischen sind beide nicht mehr im Verein, sondern gründeten zusammen mit Rolf Berndt, Klaus Bibow, Klaus Fischer, Rolf Kellermann und Heino Rüstow die Interessengemeinschaft. Man verstehe sich nicht als Konkurrenz zum Heimatverein, der inzwischen „Laager Geschichten“ in zwei Bänden herausgebracht hat, betonte Dahl. Vorrangig wolle man sich mit dem Sport in Laage befassen, sei aber auch für andere Themen offen. „Wir wollen die Erinnerung wach halten, Dinge aufschreiben, damit sie nicht ganz in Vergessenheit geraten“, erklärt Dahl und bedankt sich für die Unterstützung durch die Stadt. Redaktionell verantwortlich für die erste Ausgabe zeichnen neben Ernst-August Dahl auch Rolf Kellermann und Ilka Lochner. „Das Heft, das nicht zu festen Terminen erscheint, wird eine sehr schöne Sache, die auch ich nicht als Konkurrenz, sondern als Bereicherung betrachte“, betont Laages Bürgermeisterin und bat die Gäste am Mittwochabend, doch zu überlegen, ob sie künftig selbst dazu beitragen könnten.

Im ersten Heft finden sich auch Beiträge über das Musikleben in Laage, das Bade- und Schwimmvergnügen, Erinnerungen ehemaliger Handballer sowie über Ernst-Otto Thode und Willi Arndt, die Sportgeschichte in der Stadt schrieben. Für das nächste Heft kündigt Dahl u.a. weitere Beiträge zum Musikleben und zum Handball sowie über den Ortsteil Breesen an. Weiter sollen Laage als Zentrum des Sports im ländlichen Raum und weitere Sportarten beleuchtet werden.

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erstellt am 21.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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