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Bützow: 4. Treffen der Opel-Freunde im Feriendorf Dolgen : Rarität: Lotus mit 500 Pferdestärken

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"Das Auto hat heute einen Wert von 30 000 bis 35 000 Euro", schätzt Florian Brust. Der 25-Jährige spricht von seinem Opel Omega Lotus. Von dem seien Anfang der 1990er-Jahre nur knapp über 900 hergestellt worden.

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erstellt am 29.Jul.2013 | 12:01 Uhr

Dolgen | "Das Auto hat heute einen Wert von 30 000 bis 35 000 Euro", schätzt Florian Brust. Der 25-Jährige spricht von seinem Opel Omega Lotus. Von dem seien Anfang der 1990er-Jahre nur knapp über 900 hergestellt worden. In Deutschland seien 393 Fahrzeuge des Typs zugelassen worden, die damals als eine der schnellsten Serienlimousine der Welt galten. "Heute gibt es nur noch rund 40, die auf Deutschlands Straßen fahren dürfen", sagt Brust. Er reiste extra aus der Lutherstadt Wittenberg zum 4. Treffen der Bützower Opel -Freunde MV in Dolgen.

Über 175 Fahrzeuge der Rüsselsheimer Marke, verschiedene Opel-Klubs und zahlreiche Besucher kamen am Wochenende zum Treffen. Bei hochsommerlichen Temperaturen blitzen die verschiedensten Opel-Marken. Von der Familienlimousine bis zum Oldtimer war alles auf drei Ebenen im Feriendorf "Dolgen am See" vertreten. Da staunen auch die Silberblitz-Liebhaber nicht schlecht. Einen bleibenden Eindruck hinterlässt der Lotus beim Opel-Freund und Mitorganisator Michael Aisch aus Oettelin. "Das ist schon ein besonderes Auto", staunt er über die Opel-Rarität mit 500 Pferdestärken. Michael Brust kam zu dem Liebhaberstück 2010 eher durch einen Zufall. "Eigentlich habe ich nach einer anderen Automarke geschaut", gesteht er und ergänzt: "Aber ich habe mich an meine Opel-Wurzeln zurückerinnert und fand dann den Lotus." Seitdem habe er viel Zeit in das seltene Fahrzeug gesteckt. "Zwei bis drei Tage schraube ich daran rum. Manchmal zum Leidwesen meiner Freundin", erzählt der Karosserie- und Fahrzeugmechaniker mit einem Schmunzeln. Zum Fahren wird das Auto aber nur selten hervorgeholt. Im vergangenen Jahr legte Florian Brust mit ihm gerade einmal 900 Kilometer zurück.

Dass das Schrauben am Auto schon lange nicht mehr nur reine Männersache ist, beweist Daniela Rauer. Die Berlinerin investiert viel Zeit in ihren Astra G Coupe. "Seit fünf Jahren bin ich dem Opel verfallen. Mein Freund hat mich mit seinem Opel fahren lassen und da war es um mich geschehen", erzählt die 28-Jährige. Ihr Astra G Coupe war mal ein "wirtschaftlicher Totalschaden". Davon ist heute nichts mehr zu sehen. Und wie es sich für eine Frau gehört, muss nicht nur der Sound vom Motor stimmen, sondern das Gefährt muss auch funkeln. Die Berlinerin hat da ihren ganz eigenen Stil. "Überall sind Swarovski-Steine verarbeitet. Alleine in einer Felge sind es 80 Stück, die ich alle mit der Hand angeklebt habe", erklärt Rauer. Ihr Auto nennt sie deshalb auch "Swarovski Queen". Leider musste sie grade zwei Rückschläge einstecken. "Innerhalb von zwei Wochen wurde der Opel zweimal aufgebrochen", berichtet sie verärgert.

Doch bei so einem Opel-Treffen geht es nicht nur um die Fahrzeuge, auch das Miteinander ist wichtig. Und so haben sich die Mitglieder der Bützower Opel -Freunde MV wieder einige lustige Klubspiele einfallen lassen. "Die Teams müssen erst einen Parcours bewältigen. Dann drei Luftballons auf dreierlei Art und Weise zum Platzen bringen. Und zum Schluss wird die Bier-Kuh gemolken", erklärt Jana Wisor von den Bützower Organisatoren. Das Luftballon-Spiel ist der absolute Höhepunkt und fordert ordentlich die Lachmuskeln der Opel-Gemeinschaft heraus.

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