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Güstrower Anzeiger

18. November 2017 | 22:45 Uhr

Güstrow : Ran an Jugendliche auf Distelberg

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Wieder Hoffnung für die Jugendarbeit im Norden Güstrows. Nach Schließung des traditionsreichen Jugendhauses geht der Filmklub in die Offensive. Ab Juli übernimmt der Klub eine Personalstelle und will so neue Angebote der Jugendsozialarbeit schaffen.

von
erstellt am 02.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Wieder Hoffnung für die Jugendarbeit auf dem Distelberg und in Dettmannsdorf in Güstrow. Nach der Schließung des traditionsreichen Jugendhauses in der Rostocker Chaussee Anfang des Jahres (SVZ berichtete) geht der Filmklub Güstrow jetzt in die Offensive. Ab Juli übernimmt der Klub eine weitere Personalstelle und will so neue Angebote der Jugendsozialarbeit im Güstrower Norden schaffen. Der Filmklub betreibt bereits zwei Jugendklubs (Südstadtklub und Alte Molkerei) in der Barlachstadt und kennt sich in der Materie aus. Zahlreiche Jugendliche auf und rund um den Distelberg sind mit der Schließung des Jugendhauses „heimatlos“ geworden – das soll sich nach dem Willen des Filmklubs so schnell wie möglich ändern.


Angebot soll mit Jugendlichen wachsen


Im Vordergrund stehe jetzt nicht die Eröffnung eines neuen Standortes im Güstrower Norden, unterstreicht Heike Mittelstädt, Leiterin des Jugendklubs „Alte Molkerei“. Es gehe zunächst vielmehr um „mobile Arbeit“ – in Kooperation mit anderen Einrichtungen vor Ort. „Unser Ansatz wird es sein, dort hinzugehen, wo junge Menschen sind, auf sie zuzugehen und mit ihnen gemeinsam freizeit- und sozialpädagogisch zu arbeiten“, erläutert Nico Radon. Der 29-jährige Güstrower wird ab Juli die Jugendsozialarbeit in Dettmannsdorf übernehmen. Dann wird er seine Ausbildung als Erzieher abgeschlossen haben. Zurzeit absolviert er sein Abschlusspraktikum im Südstadtklub. „Unser Angebot soll mit den Jugendlichen vor Ort wachsen. Ich will ihre Interessen abklopfen. Wir brauchen das Feedback der Jugendlichen. Ich bin für alles offen“, sagt Radon. Zusammenarbeiten will er beispielsweise mit der Förderschule sowie der Thomas-Müntzer-Schule. Auch mit dem bereits bestehenden Projekt „Leuchtturm“ der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Dettmannsdorf wolle er sich abstimmen.

Aus dieser Bestands- und Bedarfsanalyse würden sich dann weitere Schritte für die Jugendarbeit ergeben. „Dann werden wir entscheiden, ob wir vor Ort ein neues Haus oder einzelne Räume brauchen“, so Heike Mittelstädt. „Eine Idee ist auch ein fahrbares Jugendmobil.“ Das geschlossene Jugendhaus könne man nicht ersetzen, unterstreicht sie (siehe Kommentar). Im Bereich Distelberg/Dettmannsdorf leben nach aktueller Analyse rund 1100 Kinder und Jugendliche.

Der Filmklub Güstrow hofft mit der Einstellung von Nico Radon ab Mitte des Jahres die Qualität seiner Jugendarbeit in Güstrow insgesamt verbessern zu können. Neben der mobilen Arbeit in Dettmannsdorf soll er auch die Angebote in den beiden Einrichtungen Südstadtklub und Alte Molkerei unterstützen. Mit Radon stehen dann neben Heike Mittelstädt und Anett Eggert als Leiterin des Südstadtklubs drei Fachkräfte für die Jugendlichen in der Stadt zur Verfügung.


 

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