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Güstrower Anzeiger

19. November 2017 | 11:33 Uhr

Güstrow : Radtour durch die Dolomiten

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die Güstrower Christian Möller und Wolfgang Wieck radeln seit vier Jahren einmal im Jahr gemeinsam.

Die Güstrower Wolfgang „Witschi“ Wieck (74) und Christian Möller (75) sind gestern zu einer Fahrradtour in Südtirol, Norditalien und Österreich rund um die Dolomiten aufgebrochen. Heute starten sie eine Eingewöhnungsrunde von 50 Kilometern auf dem Drau-Radweg. Sonntag legen sie richtig los. Start und Ziel sind in Toblach (Dobbiaco). Bis nächsten Sonntag werden sie nach sechs Tagestouren rund 600 Kilometer zurückgelegt haben.

Der Radweg rund um die Dolomiten ist in Katalogen einer der neuesten Tipps und ist für E-Bikes und sportliche Touren-Fahrer empfohlen. „Letzteres sind wir. Dafür haben wir seit Mai trainiert. Wir starten mit 3000 Kilometern in den Beinen, damit der Hintern nicht weh tut“, sagt Christian Möller. Er ist den Güstrowern vor allem als früherer aktiver Schwimmer und im Rettungsdienst als ehemaliger Kreisleiter der DRK-Wasserwacht bekannt. „Witschi“ Wieck, der bis heute Badminton spielt, ergänzt: „Ohne das Training vorher kannst du solch einen Ritt nicht schaffen. Aber wir haben Bergerfahrung und trauen uns die Runde zu.“

Allerdings sind die beiden nicht in einem Radrenn-Rhythmus. Die sportliche Herausforderung treibt die beiden rüstigen Rentner bei ihren Touren zwar an. Aber sie wollen vor allem die herrliche Bergwelt und viele Sehenswürdigkeiten genießen. Christian Möller: „Auf dem Rad siehst du Dinge, die du mit dem Auto nicht entdeckst. Außerdem lernst du nette Leute kennen.“ „Witschi“ Wieck freut sich auf das Ausflugsprogramm. Dazu zählen u.a. das Biathlonmekka Antholz, die schöne Innenstadt von Brixen, Siegmundskron, das Anwesen des Bergsteigers Reinhold Messner, Feltre, im Reiseführer als einer der schönsten Orte in Norditalien beschrieben, sowie die Fahrradstrecken auf ehemaligen Bahnstrecken.

In den Satteltaschen haben sie das eingepackt, was man für alle Eventualitäten braucht. Das sind vor allem dreimal Wechselkleidung, Ersatzschläuche, Regenbekleidung, aber auch ein Zelt. „Aber wir werden meistens in einem Hotel oder einer Pension übernachten“, erklärt Wieck. Wenn die Kette, wie schon einmal geschehen aber reißt, muss ein Mechaniker helfen.

Möller und Wieck, deren Familien seit 1985 befreundet sind, sind in diesen Jahr das vierte Mal auf großer Tour. Vor vier Jahren fing alles mit der Fahrt von Berlin nach Güstrow auf dem internationalen Radfernweg Berlin-Kopenhagen an. Ein Jahr später bewältigten sie gegen Wind und mit viel Regen den deutsch-deutschen Grenzweg von Lübeck bis auf den Brocken. Im vergangenen Jahr fuhren sie auf dem Alpe-Adria-Radweg von Salzburg bis an die Adria. Nächstes Jahr wird auch schon angepeilt, wenn die Gesundheit mitspielt. „Witschi“ Wieck: „Dann wollen wir den sehr anspruchsvollen Teil 2 des deutsch-deutschen Grenzweges bis nach Bad Elster in Angriff nehmen.“




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