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Kritzkower erneuern Forderung nach einem Radweg : Radfahren auf der B 103 unzumutbar

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Mit dem Fahrrad die Bundesstraße entlang fahren, das ist für Hans-Jürgen Mank (65) ausgeschlossen. Zwischen Leitplanken und den dicken Brummis könne man als Radler nur den Kürzeren ziehen. Er fordert einen Radweg.

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erstellt am 14.Aug.2012 | 06:43 Uhr

Kritzkow | Mit dem Fahrrad die Bundesstraße entlang fahren, das ist für Hans-Jürgen Mank (65) ausgeschlossen. Zwischen Leitplanken und den dicken Brummis könne man als Radler nur den Kürzeren ziehen. "Wir brauchen von Güstrow bis Laage entlang der B 103 einen Radweg. Anderswo geht das doch auch", sagt der Kritzkower und will noch einmal einen Vorstoß wagen, die Öffentlichkeit sensibilisieren und sich nicht mit dem Hinweis auf Prioritätenlisten abspeisen lassen.

"Alles Ausreden", meint Mank und will auch nicht akzeptieren, dass ein Radweg in der Regel erst im Zuge der Sanierung einer Straße gebaut werden könnte. Er sei beruflich und auch jetzt als Ruheständler viel unterwegs und sehe, dass es anderswo geht. Mank nennt beispielsweise Straßen von Hagenow Richtung Schwerin und Straßen auf dem Darß. "Auch von Altenhagen nach Kröpelin gibt es einen Radweg. Eine touristische Hochburg ist das nun sicher auch nicht", betont der Kritzkower. Auch fahre er wunderschöne Alleen entlang, die nicht mit Leitplanken versehen sind. Diese seien lediglich an gefährlichen Stellen, in Kurven oder an Böschungen angebracht. "Das kann man akzeptieren", sagt Mank.

"Wir gehören zur Stadt Laage. Alles ist dort konzentriert. Dort ist die Schule, dort gibt es Freizeitangebote. Aber man kann kein Kind mit der Rad nach Laage schicken. Es braucht den Bus oder die Eltern chauffieren ihre Kinder", erklärt Mank die Situation. Aber auch den Senioren fehlen Radwege. Man wolle gern etwas für die Gesundheit tun und sich bewegen. Man könnte um Kritzkow wunderbare Rundwege wählen, doch immer wieder würde man an die Bundesstraße stoßen. Die Forderung nach Radwegen stamme schon aus den 1990er-Jahren. "Aber immer wieder sprechen mich Leute darauf an", sagt der Vorsitzende der Ortsteilvertretung.

Ronald Normann macht nur zum Teil Hoffnung. "Noch in diesem Jahrzehnt wird an der B 103 ein Radweg gebaut", sagt der Dezernent für Straßenbau beim Straßenbauamt Güstrow und meint damit den Abschnitt von Güstrow bis Kritzkow. Als erstes werde ein straßenbegleitender Radweg von Güstrow bis Sarmstorf gebaut. Abschnittsweise werden Richtung Kritzkow fortgesetzt. Wann es Richtung Laage weitergehen könnte, dazu kann Normann noch gar nichts sagen. Das Verkehrsaufkommen sei hier nicht so hoch. Normann berichtet von einem durchschnittlichen Verkehrsaufkommen von 8000 Fahrzeugen, darunter knapp 630 Laster, zwischen Güstrow und Kritzkow, aber "nur" von etwa 6300 Fahrzeugen zwischen A 19-Abzweig und Laage am Tag.

Und: In der Tat arbeite man beim Straßenbauamt nach Prioritätenliste. Ganz oben stehe die B 105 Rostock-Ribnitz-Damgarten mit einem durchschnittlichen Verkehrsaufkomme, das dreimal so hoch sei. Es folge auf der Prioritätenliste der Abschnitt der B 104 zwischen Stavenhagen und Malchin und danach die B 103 Güstrow-Kritzkow.

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