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Güstrower Anzeiger

11. Dezember 2017 | 12:31 Uhr

Güstrow : Radeln im meterhohen Gras

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Im „Heißen Draht“ unserer Zeitung kritisieren unsere Leser Margrit und Dieter Kunze den schlechten Zustand des Wander- und Radweges zwischen Schöninsel und Bauhofer bucht. Aber das könnte sich ändern. Ab Montag richtet der Förderverein den Weg her.

svz.de von
erstellt am 20.Jun.2014 | 06:00 Uhr

Unsere Leser Margrit und Dieter Kunze kritisieren im „Heißen Draht“ unserer Zeitung den Wander- und Radweg entlang des Inselsees zwischen Schöninsel und der Bauhofer Bucht. Die Güstrower weisen darauf hin, dass der Weg sehr lange Zeit nicht gemäht wurde, denn das Gras steht meterhoch. Außerdem quellen an beiden Badebuchten die Papierkörbe über. Ebenso sind die Bänke defekt. Margrit Kunze: „Dass es so aussieht, kann ich nicht verstehen. Wer etwas anlegt, muss es auch pflegen.“ Beide weisen weiter darauf hin, dass der Abschnitt Teil der Tour 7 in einer Broschüre zu Wander- und Radwegen in Güstrow und Umgebung ist. Sie wird in der Güstrow-Information angeboten. Ihre Meinung: „Entweder wird die Tour gestrichen, weil sie keinem zugemutet werden kann , oder man richtet den Weg wieder her.“


Förderverein bringt Weg wieder auf Vordermann


Dazu besteht jetzt Hoffnung, denn der Förderverein Region Güstrow wird den Weg ab Montag wieder auf Vordermann bringen. Detlef Pakull vom Förderverein: „Zehn Teilnehmer haben eine MAE (Mehraufwandsentschädigiung – die Red.)-Maßnahme des Jobcenters am 1. Juni begonnen. Sie läuft sechs Monate. Die Teilnehmer werden sich auch um den kritisierten Weg kümmern.“

„Warum ist er aber überhaupt in so einem schlechten Zustand?“, wollten wir von der Stadt wissen, denn Weg und Badebuchten befinden sich auf städtischem Land. Abteilungsleiter Detlef Wenzek verweist auf Kapazitäten und Prioritäten. „Der Stadtbauhof schafft nicht alles auf einmal und arbeitet sich vom Zentrum nach außen vor. Dieser Weg war bisher noch nicht dran. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass der Förderverein in Abstimmung mit der Stadt den Weg herrichtet .“

Dem widersprechen Aussagen. „Wir haben darauf hingewiesen, dass dieser Weg bei dem milden Wetter eine Arbeit im Herbst und Winter hätte sein können. Aber auf uns hörte ja keiner. Jetzt sind tatsächlich andere Bereiche dran, die wohl wichtiger sind“, erfuhr SVZ von Bauhof-Mitarbeitern.

Zu der MAE-Maßnahme gehören auch die Instandsetzung weiterer Wanderwege, u.a. vom Fischerweg zum Klubhaus am Inselsee, sowie Säuberungsarbeiten im Rosengarten.

Außerdem kümmert sich der Förderverein um den „Blauen Faden“. Unkraut hat den mit blauen Steinen versehenen Pfad durch die Altstadt und zu Sehenswürdigkeiten Güstrows zum Teil unsichtbar gemacht. Gestern waren Sabine Heise und Norbert Dzubiel an der Schanze dabei, sie vom Rasen zu befreien. Auch der „Blaue Faden“ ist ein Beispiel, dass etwas angelegt, aber ungenügend gepflegt wird. 2003 wurde die Idee von der Güstrow-Information und vom Förderverein umgesetzt.


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