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Hallesche Werfertage : Prüfer-Brüder geben Rätsel auf

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Bei Halleschen Werfertagen keine Bäume ausgerissen / Aber Clemens mit starkem Männer-Einstand

von
erstellt am 21.Mai.2015 | 20:00 Uhr

Ein Wettkampf-Wochenende, das Rätsel aufgibt, hatten die Prüfer-Brüder bei den Halleschen Werfertagen. Eine Woche nach ihrem hervorragenden Saisonauftakt in Wiesbaden ging an der Saale so einiges schief. Schon nach jeweils zwei – sämtlich unterirdischen – Versuchen hatte Trainer Jörg Schulte seine Schützlinge ins Gebet genommen, geholfen hat es wenig. Dabei ließen die beim SC Potsdam trainierenden Schüler erneut die Kugel ruhen, um sich voll auf den Diskus zu konzentrieren. Zwar liegen ihre blanken Protokoll-Resultate noch in ihren „normalen“ Bereichen. Dennoch können die Güstrower Scheibenwerfer mit ihrem Auftritt unter mehr als 500 Teilnehmern aus 35 Nationen – zweimal war Halle in den vergangenen drei Jahren Gastgeber für das (gemessen an der Prominenz der Starter und der erreichten Ergebnisse) weltweit höchstbewertete Spezialmeeting in der Leichtathletik – diesmal nicht zufrieden sein.

Schon in der U20 musste Henning nach verkorksten Würfen (52,26m) um seine Endkampfteilnahme bangen. Seine 63,66 Meter, mit der er im sechsten Versuch noch Platz zwei hinter U18-Weltmeister Matthew Denny aus Australien (66,66 m!) herausriss, übertünchten für den Vizeweltmeister hier noch einiges. Am zweiten Tag, in der U23, hatte der 19-Jährige nicht so viel Glück und scheiterte mit ganz schwachen 48,93 schon im Vorkampf.

Sein Bruder Clemens belegte in der U20 mit 57,72 m noch standesgemäß Rang fünf. In der U23 machte es der 17-Jährige dafür richtig gut. Erstmals den 2 kg schweren Männerdiskus im Wettkampf werfend, gewann er in der B-Gruppe mit sehr guten 55,24 m. Damit hätte er formal sogar das Fernduell mit Henning für sich entschieden, allerdings unter günstigeren, um 180 Grad „gedrehten“ Platzverhältnissen als für seinen älteren Bruder in der stärkeren A-Gruppe.

Vielleicht hatte der jüngere der Prüfer-Brüder da auch schon etwas zusätzliche Motivation tanken können, gab doch das Halle-Wochenende Gelegenheit, endlich den Siegerpokal für die Wahl zum Nachwuchssportler des Jahres durch die SVZ-Leser zu empfangen. Bei der Auszeichnung des Jugend-Olympiazweiten 2014 im Schweriner Medienhaus im Februar konnte Clemens Prüfer nicht anwesend sein, weil er da auf dem Weg ins Trainingslager in Portugal war.

 

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