Gehörlosenschule : Projekt stärkt Selbstbewusstsein

Beim Kennenlernen der Siebtklässler und der Vorschulgruppe war die anfängliche Nervosität schnell kein Thema mehr.
Beim Kennenlernen der Siebtklässler und der Vorschulgruppe war die anfängliche Nervosität schnell kein Thema mehr.

Siebtklässler des Landesförderzentrums „Hören“ organisieren Schatzsuche für die Vorschüler der integrativen Kita Sonnenkinder.

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24. Mai 2018, 05:00 Uhr

Die Aufregung ist Melanie, Lilly-Marie, Laura, Erik und ihren Mitschülern der 7a anzumerken als sie sich der Reihe nach den Vorschulkindern der Güstrower Kita Sonnenkinder vorstellen. Doch die anfängliche Scheu der Siebtklässler ist schnell abgelegt und eine Verbindung zu den fünf- und sechsjährigen Zuhörern aufgebaut. „Wir planen eine Schatzsuche, die wir in zwei Wochen hier in der Kita mit euch veranstalten wollen“, sagen die Schüler lösen bei ihren kleinen Zuhörern damit große Begeisterung aus.

Die selbst organisierte Schatzsuche ist Teil des Projekts „Lernen und Engagement“, an dem sich die Klasse 7a des Landesförderzentrums mit dem Förderschwerpunkt „Hören“ im zweiten Jahr in Folge beteiligt. „Damit wollen wir die Schüler dazu ermutigen, auch außerhalb der Schule selbstbewusst auf Menschen zuzugehen“, sagt Klassenlehrerin Marion Hanke. Denn gerade das sei für Kinder und Jugendliche mit Hörschädigungen oftmals mit großem Respekt oder gar Angst, nicht verstanden zu werden, verbunden.

Um diese Ängste abzubauen und die eigenen Kommunikationsfähigkeiten zu stärken, arbeiten die Siebtklässler seit dem Schuljahresbeginn sehr akribisch. „Von der Ideenfindung, über die Organisation bis hin zur Umsetzung der Schatzsuche arbeiten die Schüler dabei sehr selbstständig“, sagt Marion Hanke. Auch dies sei eines der Ziele, die das „Lernen durch Engagement“ verfolge. So haben die Siebtklässler bereits die acht Stationen der Schatzsuche entworfen: Bis die Vorschulkinder den Schatz heben dürfen, müssen sie unter anderem Punkte beim Stehbock-Laufbock-Spiel sammeln, gemeinsam einen möglichst hohen Turm aus Bausteinen bauen oder Malaufgaben lösen.

„Da wir ja selbst eine integrative Kita sind, passt das Projekt ideal zu unserem Konzept“, sagt Kita-Leiterin Martina Raffel. Eingebunden wird es als Höhepunkt der Abschlusswoche mit der die Vorschulkinder aus dem Kindergarten in die Schule verabschiedet werden.

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