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Video: Großbrand in Teterow : Produktionshalle niedergebrannt - Giftalarm

vom

Feuer in Medizintechnik-Betrieb löst Feuerwehrgroßeinsatz aus. Chemische Substanzen ausgetreten. Explosionsgefahr

svz.de von
erstellt am 08.Jul.2016 | 21:02 Uhr

"Gefahrgutunfall groß!" - ein Großaufgebot an Feuerwehren umliegender Gemeinden mit mehr als 200 Kameraden ist am Freitagabend in einem Teterower Gewerbegebiet im Einsatz gewesen. In einem medizinischen Betrieb (Allmed Medical Industries) war aus bislang ungeklärter Ursache gegen 19 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Eine Halle mit Lösungsmitteln stand in Vollbrand. Wegen Explosionsgefahr und dem Austritt chemischer Substanzen musste das gesamte Werksgelände großräumig abgeriegelt werden.

Nach SVZ-Informationen soll es sich bei den verarbeiteten Lösungsmittel um Dimethylacetamid handeln. DMAC ist laut Wikipedia gesundheitsschädlich beim Einatmen und Berührung mit der Haut. Es reizt die Augen, die zu tränen beginnen. Beim Einatmen spüren Betroffene ein Brennen in Hals und Nase sowie starken Hustenreiz. Auch Durchfall, Übelkeit und Erbrechen können die Folge sein.

Nach Informationen der Rettungskräfte soll das Feuer im sogenannten Anlassraum während laufenden Betrieb ausgebrochen sein. Alle Mitarbeiter seien vom Werksgelände evakuiert worden. Verletzte habe es nicht gegeben.

Das Feuer schien zunächst unter Kontrolle, flammte jedoch erneut auf. Daher wurden zu den bereits 150 Einsatzkräften weitere Wehren aus Güstrow, Krakow am See, Demmin, Malchin usw. nachalarmiert. Die Löscharbeiten dauerten bis spät in die Nacht.

Das Gebäude brannte komplett nieder und Teile das Hallendaches brachen ein.

Starke Rauchentwicklung bedrohte zunächst umliegende Ortschaften, zudem drohten chemische Substanzen auszutreten. Es habe Explosionsgefahr bestanden, so ein Sprecher der Polizei vor Ort. Bewohner wurden mit Lautsprecherwagen aufgerufen, Fenstern und Türen geschlossen zu halten. Messfahrzeuge der Feuerwehr waren in der Region unterwegs, um Werte zu ermitteln - konnten zum Glück jedoch keine Giftstoffe in der Luft feststellen.

Die B104 zwischen Neu Panstorf und Teterow war wegen der starken Rauchentwicklung in beiden Richtungen voll gesperrt.

Warum es zu dem Feuer kam, erforschen derzeit Brandursachenermittler.

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