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Bürgerarbeit : Problem: Personal in der Wollhalle

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Es ist eine weitere Hiobsbotschaft, was die Personalnot in der Stadtverwaltung Güstrow betrifft. Ende Februar laufen in der Städtischen Galerie Wollhalle für die beiden Mitarbeiter am Einlass die Bürgerarbeit-Stellen aus.

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erstellt am 09.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Es ist eine weitere Hiobsbotschaft, was die Personalnot in der Stadtverwaltung Güstrow betrifft. Ende Februar laufen in der Städtischen Galerie Wollhalle für die beiden Mitarbeiter am Einlass die Bürgerarbeit-Stellen aus. Bereits gestern hatten wir in unserer Zeitung darüber berichtet, dass zu viel Arbeit in der Verwaltung zu erledigen ist, aber die Mitarbeiter fehlen. Mehr einzustellen geht wegen eines unausgeglichenen Haushaltes aber auch nicht.

Wenn es in der Wollhalle keine Alternative geben solltet, könnte es mit der Rund-um-Wochenöffnung von Montag bis Sonntag vorbei sein. Kulturamtsleiterin Anett Zimmermann will es so dramatisch aber nicht sehen. „Wir haben die Hoffnung, dass es über den Förderverein Region Güstrow wieder eine Lösung geben wird“, so Zimmermann.


Jugend- und Kulturausschuss empfiehlt Haushaltsbeschluss


Das Thema wurde in dieser Woche im Ausschuss für Jugend, Schule, Kultur und Sport der Stadtvertretung bei der Diskussion um den Haushalt und den Stellenplan 2014/15 angesprochen. Amtsleiterin Gisela Karmann und Kämmerin Barbara Moll stellten die Teil-Haushaltspläne 1 (Kultur) und 5 (Schule, Jugend, Sport) vor. Wichtigster Fakt für die Stgadtvertreter war, dass die Verwaltungsmitarbeiter belegen konnten, dass freiwillige Zuschüsse nicht gekürzt werden sondern gleich bleiben. So würden, informierte Barbara Moll, für die Jugendarbeit 176 200 Euro bereit stehen sowie für Vereine und Verbände 50 000 Euro. Als feststehende Beiträge gelten weiter 30 000 Euro für den Arche e.V. sowie die Zuwendungen für den Filmklub. Moll betonte dazu: „Es gilt in den Plänen aber das Budgetrecht. Alle Aufwendungen und Erträge sind austauschbar, dürfen nur die Gesamtsumme nicht überschreiten. Das gilt analog für den Sport.“ Die Kämmerin ist davon überzeugt, dass mit diesen Zuschüssen alle Aufgaben erfüllt werden können.

Gut aufgestellt sei die Stadt auch bei den Investitionen für Schulen. Das hob Gisela Karmann hervor. Das betreffe die Kerstingschule, die bis zum Schuljahresbeginn saniert wird, und für die Domschule. Letztere liege zwar in Trägerschaft des Landkreises, aber es würden auch hier Zuschüsse für die Stadt fließen. Für die Müntzerschule gibt es einen Beschluss für die Planung der Sanierung. Karmann rechnet Mitte des Jahres mit Zahlen, nach denen dann die Förderanträge gestellt werden können.

Für die Hasenwaldschule sind alle Finanzen für den Umzug bis zum 28. August in die Wossidloschule geklärt. Voraussetzung sei allerdings auch, so Karmann, die Fertigstellung des Hortes durch das DRK, denn in dem Gebäude werden die vier Sprachheilklassen der Hasenwaldschule unterrichtet.

Geld ist weiter für die technische Ausstattung der Schulen vorgesehen, darunter neue Server. Wann und wo das geschehe werde mit den Schulleitern besprochen, informierte Moll.

Peter Hoff (Fraktion Freie Wähler) lobte generell die Schulsanierung und wie das die Stadt anpackt. Er konnte sich aber nicht verkneifen auf das Dilemma vor Jahren hinzuweisen als es um die Sanierung der Hasenwaldschule in der Hamburger Straße oder einen Neubau am Ulrichplatz ging. Hoff: „Der Umzug, das entnehme ich den Haushaltszahlen, kostet 4,5 Millionen Euro. Das ist auch nicht viel weniger als der damals angeregte Neubau. Der sollte fünf Millionen Euro kosten. Aber da wurden wir ausgelacht.“

Aufgestockt ist im Haushalt die Werterhaltung an den Sporthallen. Axel Wulff (CDU) mahnte z.B. den schlechten Zustand des Parketts in der Sport- und Kongresshalle an. Positiv beantwortete Barbara Moll seine Frage nach der defekten Anzeigetafel in der Sporthalle Kessinerstraße. „Die Reparatur ist im Haushalt eingestellt“, bestätigte sie.

Auch für die Kultur bleiben die finanziellen Zuwendungen wie sie waren. Das sagt Anett Zimmermann, Kulturchefin der Stadtverwaltung. Zuschüsse sind für das Stadtfest, die Bibliothek, die Wollhalle, das Museum und das Archiv vorgesehen. Alles vorbehaltlich eines Beschlusses der Stadtvertretung. Für die Barlachstiftung wurde der Posten von 50 000 auf 57 500 Euro wegen höherer Betriebskosten aufgestockt. Moll: „Die Stiftung wollte zwar noch etwas mehr, aber ich denke, auch so funktioniert es.“

Gisela Karmann verabschiedete sich in der Ausschusssitzung mit diesen Worten: „Stimmen Sie dem Haushalt zu. Wir sind mit ihm auf einem guten Finanzierungsweg.“ Zumindest der Ausschuss folgte mit der mehrheitlichen Empfehlung für die Stadtvertretung der Bitte.


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