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Güstrower Anzeiger

20. November 2017 | 03:29 Uhr

MV-Tag 2016 : Pro und kontra Sonderausschuss

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Stadtvertretung gespalten: Extra-Gremium für Mecklenburg-Vorpommern-Tag in Güstrow bilden oder nicht?

von
erstellt am 16.Jan.2015 | 06:00 Uhr

Uneins sind sich die Güstrower Stadtvertreter, ob sie für den Mecklenburg-Vorpommern-Tag, der nächstes Jahr in der Barlachstadt ausgerichtet wird, einen Vorbereitungsausschuss bilden sollen oder nicht. Während der Kulturausschuss sich deutlich dafür ausspricht, votiert der Finanzausschuss klar dagegen.

Hans-Georg Kleinschmidt (SPD-Fraktion) konnte als Einbringer des Antrags seinen Ausschuss von der Idee überzeugen. Er habe sich von Neustrelitz, wo der Feiertag des Landes 2014 stattfand, beraten lassen. Die Neustrelitzer hätten ihn aus ihren Erfahrungen in der Idee ermutigt, sagt Kleinschmidt. Dort hätte ebenfalls ein ehrenamtliches Gremium, in dem ein Verantwortlicher aus der Verwaltung eingebunden war, dem Land bei der Vorbereitung zur Seite gestanden.

Dagegen konnte sich der Finanzausschuss nicht zur Empfehlung durchringen, solch einen Sonderausschuss zu bilden. Lediglich Joachim Faustmann (SPD) wollte hier seinem Fraktionskollegen zustimmen, ansonsten wird einhellig abgelehnt. Faustmann: „Das wird ein wichtiges Fest für Güstrow.“ Und auch bei der Vorbereitung der (am Ende nicht durchgeführten) Landesgartenschau (Laga) habe es einen Sonderausschuss gegeben. „Wir haben genug Ausschüsse. Das könnte genauso gut der Kulturausschuss mitmachen“, meint Heiko Karmoll (CDU). Walter Kuhn (Die Linke): „Der MV-Tag ist, anders als die Laga, aber Landessache.“ Bürgermeister-Stellvertreter Andreas Brunotte bestätigt indirekt: Ja, bestimmt 90 Prozent wären durch das Land zu regeln, da „bliebe nicht so viel für die Stadt“ übrig. Daraus leitet Ausschusschef Gerd-Peter Bartsch (CDU) keine Notwendigkeit für einen Sonderausschuss ab, Zudem sehe er auch keine Finanzierungsquelle. Und Mehrkosten – allein schon durch die sogenannten Sitzungsgelder – kämen mit einem neuen Ausschuss auf jeden Fall auf die Stadt zu, bedeutete die Verwaltung dem Ausschuss. Lieber möchte Bartsch die zu leistende Arbeit dem Ausschuss für Stadtentwicklung zuordnen.

Anmerkung: Ausgerechnet der übrigens ist für die Meinungsbildung nicht vorgesehen.  

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