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Beratung Güstrow : Pro Familia blickt positiv in 2017

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die Güstrower Schwangerenberatung hat viel zu tun: Mehr Klienten, intensivere Beratungen und viele Pläne für das neue Jahr.

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erstellt am 20.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Seit mehr als 25 Jahren kümmert sich die Beratungsstelle Pro Familia in Güstrow nun bereits um die Belange von werdenden Eltern. „Wir sind froh, dass wir nach 25 Jahren noch da sind und freuen uns auf das neue Jahr“, sagt Jacqueline Garske, Leiterin der Schwangerenberatungsstelle. Selbstverständlich ist das nicht. Im Herbst vergangenen Jahres standen die 39 Beratungsstellen des Landes auf dem Prüfstand. Der Grund: vier Vollzeitstellen Überhang (SVZ berichtete) Im Landkreis Rostock waren indes eher zu wenig Berater im Einsatz – Pro Familia blieb.

Und der Bedarf gibt ihnen Recht. „2016 war ein arbeitsreiches Jahr. Haben wir 2015 noch 1065 Personen beraten, waren es 2016 bereits 1106“, zieht Jacqueline Garske ein Fazit. Insgesamt hätten 53 Paare mehr als noch im Vorjahr ihr Beratungsangebot in Anspruch genommen. „Das ist schon viel“, resümiert die Diplom-Sozialpädagogin. Insbesondere die Zahl der zu betreuenden Ausländer habe zugenommen. „2015 haben wir diese Zahl noch gar nicht erhoben, aber im vergangenen Jahr waren es schon 231“, fügt Garske an.

Einen Hauptteil ihrer Aufgaben mache die reine Schwangerschaftsberatung aus. „Die wird aber immer intensiver und ausführlicher“, erklärt die Pro-Familia-Mitarbeiterin. Die Fülle an Angeboten und Anträgen überfordere die Mütter und jungen Paare zunehmend, weiß Jacqueline Garske aus Erfahrung zu berichten. Zudem vertrete sie viele Klienten inzwischen telefonisch oder begleite sie sogar bei Behördengängen, um ihren Rechtsanspruch durchzusetzen. „Vieles ist einfach schwer zu verstehen und was ich nicht verstehe, kann ich nicht prüfen – beim Hartz IV-Bescheid zum Beispiel“, macht Garske deutlich. Bei solchen Fragen sind Beratungsstellen, wie die Pro Familia wichtig. Insbesondere, weil es hier oft um den speziellen Einzelfall geht. „Außerdem beraten wir zu Sorge- und Umgangsrecht, Versicherung, Verhütung, Kitaplätzen, Finanzen – ein breites Spektrum“, sagt Garske und fügt hinzu: „Wir machen das gerne, holen das Maximum heraus.“

Auch für das neue Jahr hat die Beratungsstelle viel auf der Agenda. Bereits im Februar nehmen Jacqueline Garske und ihre Kollegin Kerstin Beifuhs an einer sexualpädagogischen Fachtagung in Rostock teil, die Garske sogar moderieren wird. „Außerdem haben wir eine große Nachfrage beim Babybedenkzeitprojekt“, fügt Garske an. Im März starten daher gleich zwei Elternpraktika bei denen die Jugendlichen an einem Baby- Simulator üben können. „Außerdem wollen wir die Zusammenarbeit mit der Awo ausweiten“, sagt Garske.

„Und wir wollen – das ist uns ganz wichtig – einen Arbeitskreis aller fünf Schwangerschaftsberatungen im Landkreis ins Leben rufen“, informiert Garske. Zentral sei hier der fachliche Austausch über das Kernthema Schwangerschaft. Ein erstes Treffen ist ebenfalls für den März geplant.

„Wir hoffen, dass sich der positive Trend weiter so fortsetzt und die Schwangeren weiterhin rechtzeitig zu uns kommen und wir Probleme direkt abwenden können“, wünscht sich Jacqueline Garske für 2017.

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