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Güstrower Anzeiger

18. November 2017 | 04:09 Uhr

Wemag : Pro Aktie 50 Cent an Kommunen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kommunaler Anteilseignerverband der Wemag wählte Wariner Bürgermeister zum Verbandsvorsteher

Bislang hat die Stadt Krakow am See als Mitglied des Kommunalen Anteilseignerverbandes (KAV) der Wemag jedes Jahr mehr als 20 000 Euro bekommen. Auch aus der Dividende für 2013 fließen 50 Cent pro Aktie, heißt es auf SVZ-Anfrage aus der Krakower Kämmerei. In der Gemeinde Lalendorf – jetzt mit Langhagen – ist es sogar doppelt so viel. In Hoppenrade sind es immerhin noch rund 5000 Euro. Dem KAV gehören neben allen Kommunen des Amtes Krakow am See auch Laage und neun Gemeinden aus dem Amt Güstrow-Land an.

Die Kommunalisierung der Wemag Anfang 2010 wurde möglich, weil Vattenfall Europe sich von seinen Anteilen am Unternehmen trennte. Inzwischen liegen 74,9 Prozent der Aktien in der Hand von rund 250 Gemeinden. Die große Mehrheit ist im kommunalen Anteilseignerverband organisiert. Die übrigen Anteile hält die Thüga AG.

Am Montagabend wurden Warins Bürgermeister Michael Ankermann zum Verbandsvorsteher, seine beiden Stellvertreter sowie vier weitere Mitglieder des Verbandsvorstandes neu gewählt. Es ist der erste Wechsel in der Verbandsspitze, seitdem der KAV Mehrheitsgesellschafter der Wemag ist. Die Neuwahl machte sich notwendig, weil der bisherige Verbandsvorsteher Lothar Stroppe aus Bützow kein Bürgermeister mehr ist.

Dieser blickte zufrieden auf eine erfolgreiche Wahlperiode des Vorstandes zurück: „Die Kommunen haben ihre neue Verantwortung als Mehrheitsgesellschafter gut angenommen. In enger Zusammenarbeit mit den Wemag-Vorständen und unserem Mitgesellschafter Thüga AG konnte die Wemag ihr Profil als kommunales Unternehmen und Öko-Stromversorger schärfen. Die Unternehmenszahlen haben sich besser entwickelt, als bei Übernahme der kommunalen Mehrheit berechnet worden ist“, so Stroppe. Die Identifizierung der ländlichen Gemeinden mit ihrer Wemag sei gelungen. Keine der rund 250 Mitgliedsgemeinden zweifle mehr daran, dass die Kommunalisierung der Wemag der richtige Schritt gewesen sei.

„Zudem hat uns die Partnerschaft mit den Unternehmen der Thüga-Gruppe erlaubt, in der Region und bundesweit Wachstumschancen zu nutzen“, stellte der kaufmännische Wemag-Vorstand Caspar Baumgart fest. Die Gemeinden hätten dazu beigetragen, die Energiewende im Land weiter voranzutreiben und den Netzausbau zu fördern, so Baumgart.

Der neue Verbandsvorsteher Michael Ankermann, der zuvor bereits dem Vorstand angehörte, hat für die kommende Amtsperiode klare
Ziele: „Wir wollen die Wemag auf ihrem Wachstumskurs
begleiten und dabei sicherstellen, dass regionale Interessen sowohl innerhalb des Unternehmens als auch in der politischen Landschaft wahrgenommen werden.“ Netzausbau und Investitionen in zukunftsorientierte Segmente würden gefördert, damit die Wemag weiterhin „zukunftssicher und solide aufgestellt“ sei.

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