güstrow : „Prinzip Wolke“ polarisiert

Professor Ulrich Puritz führte seine Besucher beim „Rendezvous im Schloss“ durch die Ausstellung „Prinzip Wolke“.
Professor Ulrich Puritz führte seine Besucher beim „Rendezvous im Schloss“ durch die Ausstellung „Prinzip Wolke“.

Ulrich Puritz führte durch seine Ausstellung im Güstrower Schloss / Besucher: von „wunderbar“ bis „Blödsinn“

svz.de von
06. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Viermal im Jahr lädt das Staatliche Museum Schwerin auf seine Güstrower Zweigstelle zum „Rendezvous im Schloss“ ein, um auf besondere Ausstellungen, Ereignisse oder Exponate aufmerksam zu machen. Zum letzten Termin dieser Reihe in diesem Jahr ging es in das ehemalige Verwaltungsgebäude: Professor Ulrich Puritz führte durch seine Ausstellung „Prinzip Wolke“. Dabei hatte der stellvertretende Direktor des Caspar-David-Friedrich-Instituts der Universität Greifswald zahlreiche seiner Studenten mit in die Barlachstadt gebracht. So entwickelte sich während des Rundgangs eine Vorlesung zu den Themen „Kunst und Wolken“ und „Skysurfen“.

„Wolken sind ständig in Bewegung. Sie ziehen übers Land, verändern sich, lösen sich auf, bilden sich neu“, begründet der Professor sein für die Ausstellung gewähltes Leitbild. Außerdem sei die Wolke ein „romantisches Thema“, verweist der Künstler auf den Namen seiner Lehrstätte.

In Güstrow erläuterte er sein Arbeitsprinzip, „Kunst aus dem Raum heraus entstehen zu lassen“. Wochenlang hatte er sich in der Barlachstadt aufgehalten, um ein Gefühl für die Räumlichkeit zu bekommen, in der er seine Kunst ansiedeln wollte. Besonders interessierte ihn dabei die Zeit, in der das Schloss als Landesarbeitshaus Verwendung fand. Einfach zu rezipieren sind Puritz’ Arbeiten nicht. Er fordert Mitdenken vom Betrachter ein und formuliert seinen eigenen Anspruch: „Ich mag keine Bilder, die mir sagen wollen, was ich zu sehen habe.“

Dass die über zwei Etagen des ehemaligen Verwaltungsgebäudes reichende Ausstellung, die noch bis zum 19. Januar zu sehen ist, extrem polarisiert, beweist eine Seite aus dem Gästebuch. „Eine wunderbare Ausstellung, so leicht wie eine Wolke im Frühling“, schrieb eine Besucherin. Darüber kommentierte ein Paar: „Geballter Blödsinn.“







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