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Hegering und Heimatverein : Premiere in Lüdershagen: Hubertusmesse

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Hegering Kirch Rosin und Heimatverein Hoppenrade luden ein / Jägerschaft sucht Nachwuchs

von
erstellt am 26.Okt.2015 | 04:57 Uhr

Zu einer Hubertusmesse hatten am Sonnabend erstmals der Hegering Kirch Rosin und der Heimatverein Hoppenrade eingeladen. Völliges Neuland betrat auch Pastorin Friederike Jaeger. Es war ihre erste Hubertusmesse – eine Art Erntedank der Jäger.

Die Pastorin stellte dabei das Lob der Schöpfung und die Achtung vor jedem Geschöpft in den Mittelpunkt der Messe. Menschen, Tieren und Pflanzen gehöre diese Welt gleichermaßen, dessen sollte sich jeder Mensch und insbesondere natürlich auch jeder Jäger stets bewusst sein. „Die Jagd wird immer zuerst mit dem Töten von Tieren in Zusammenhang gebracht“, sagt Claus-Dieter Zimmermann, selbst Jäger und Mitglied im Heimatverein. Dazu gehöre aber die Hege der Tiere ebenso wie die Pflege von Wald und Flur. Den Menschen das jagdliche Brauchtum näher bringen, sieht er als einen gewichtigen Beweggrund für die erste Hubertusmesse in Lüdershagen.

Mit einem Schauwagen des Landesjagdverbandes hatte sich Hegeringleiter Christian Hasse am Rande des Kirchhofes postiert. Er konnte so Tierpräparate zeigen und in den Gesprächen mit den Besuchern allerlei Informationen zur Jagd herüber bringen und für die Jägerei werben. Sie habe es nötig, so Christian Hasse. Mit 80 Mitgliedern sei der Hegering Kirch Rosin stark, aber das Durchschnittsalter bewege sich auf die 60 zu, verrät Christian Hasse. Nachwuchs werde dringend benötigt. „Deshalb nutzen wir die Gelegenheit uns vorzustellen sehr gern“, betont er. Lüdershagen sei etwa in der Mitte des auch territorial recht großen Hegeringes ideal für so eine Veranstaltung.

Die Aufgaben der Jäger würden nicht kleiner werden. Derzeit laufe die Hauptjagdsaison auf Wildschweine. Die Bemühungen die Bestände zu reduzieren, seien zwar in einigen Gebieten durchaus von Erfolg gekrönt, insgesamt aber gebe es noch immer viel zu viele Wildschweine. Verbunden damit sei eine beständige Seuchengefahr (Schweinepest), die von den Wildtieren übertragen werden kann. Ein Vormarsch der afrikanischen Schweinepest sei zwar im Osten zu einem gewissen Stillstand gekommen. „Es gibt aber noch keine Entwarnung“, betont der Jäger. Es gebe auch bis heute kein Mittel gegen diese afrikanische Schweinepest.

Begleitet wurde die Hubertusmesse und das Zusammensein auf dem Kirchhof von der Bläsergruppe der Grenzburg, deren Mitglieder sowohl draußen als auch in der Kirche ins Horn bliesen, und von der Bläsergruppe der Insel Usedom, die schon allein in ihrer Tracht für Aufmerksamkeit sorgte.

 

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