Ganschower Stutenparaden : Postillion gibt sich die Ehre

Mit seiner Postkutsche war Helmut Deutschkämer schon zu vielen Veranstaltungen und Festen unterwegs.  Fotos: Traudel Leske
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Mit seiner Postkutsche war Helmut Deutschkämer schon zu vielen Veranstaltungen und Festen unterwegs. Fotos: Traudel Leske

Bei nächsten Ganschower Stutenparaden am 13. und 19. Juli ist Helmut Deutschkämer mit seiner historischen Postkutsche dabei

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10. Juli 2014, 07:00 Uhr

Die erste Ganschower Stutenparade ist am vergangenen Wochenende glanzvoll über den Parcours gegangen. Bei den kommenden beiden Veranstaltungen am 13. und 19. Juli, jeweils ab 13 Uhr, wird es im Programm ein Novum geben. Es ist das Schaubild Nummer 13 mit dem bezeichnenden Titel: „Die Reise, die kein Ende nahm.“ Was wird zu sehen sein? Auf dem Parcours fährt eine historische Sechsspänner-Postkutsche mit Mecklenburger Pferden vor. Begleitet von den Klängen eines Posthorns. Und „bepackt“ mit etlichen Reisenden. Es ist der Dabeler „Postillion auf Zeit“, Helmut Deutschkämer. Ein Mann, der schon auf vielfältige Weise von sich und seinen Pferden reden machte.

So kutschierte er beispielsweise die berühmt-berüchtigte Lady de Winter (Schauspielerin Milla Millovich) im neuesten Abenteuerfilm von den „Drei Musketieren“ durch das Film-Celluloid, spielte mit Orlando Bloom und beförderte „Liebesbriefe“ der besonderen Art im Auftrag Kardinal Richelieus. Aber auch mit Jackie Chan reiste er „In 80 Tagen um die Welt“.

Das jüngste Abenteuer des 62-Jährigen war vor einem Jahr eine Reise mit seiner historischen Postkutsche vom Kap Arkona bis zur Zugspitze. Gestartet ist er am 1. Juni 2013 mit seinem Dreierteam und einigen Fahrgästen am Leuchtturm von Kap Arkona. Und er kam nach 1286 Kilometern am 2. Juli an der Seilstation Eibsee an. Von dort aus ging es per Seilbahn hoch zur Zugspitze. Die Pferde indes hatten am Fuße des Berges Ruhezeit – nachdem sie zehn bis zwölf Stunden am Stück durchgehalten hatten. Helmut Deutschkämer erzählt: „Wir waren mit sechs Pferden und 4520 Kilogramm Futter unterwegs. Begleitet hat uns dabei ein Lastwagen mit Anhänger, in dem das Futter transportiert wurde. Das verlangte schon eine logistische Meisterleistung und Vorbereitung.“ Und er fügt an, dass stellenweise Steigungen bis zu 22 Prozent zu bewältigen waren.

Auf dieser Reise zur Zugspitze kam dem Dabeler Pferdeflüsterer und seinen Mannen die Idee, als nächste große Reise die alten Hansewege von Lübeck bis nach Königsberg (Kaliningrad) in Angriff zu nehmen. Inzwischen ist auch schon alles in Papier und Tüten; die Strecke ist bereits einmal abgefahren, Hotels sind gebucht. Interessenten können tage- oder etappenweise bzw. an der gesamten Tour teilnehmen. Aber zunächst ist Deutschkämer kommenden Sonntag bei der Stutenparade auf dem Gestüt Ganschow zu erleben.

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