Großübung am Inselsee Güstrow : Polizei durchkämmt Heidberge

Polizei auf dem Rodelberg in den Güstrower Heidbergen: Knapp 80 Einsatzkräfte durchkämmtem gestern den Wald.  Fotos: Jens Griesbach
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Polizei auf dem Rodelberg in den Güstrower Heidbergen: Knapp 80 Einsatzkräfte durchkämmtem gestern den Wald. Fotos: Jens Griesbach

Jährliche Großübung der Alarmhundertschaft der Polizeiinspektion Güstrow / Einsatzkräfte aus Bützow und Teterow zusammengezogen

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14. April 2015, 21:00 Uhr

Großeinsatz der Polizei gestern in den Heidbergen. In voller Kampfmontur durchkämmten knapp 80 Einsatzkräfte das Waldgebiet am Güstrower Inselsee nach vier Straftätern. Die hatten vorher das Kurhaus am Inselsee überfallen und sich dann in den Wald geflüchtet – so jedenfalls das fiktive Szenario der jährlichen Großübung der so genannten Alarmhundertschaft der Polizeiinspektion Güstrow. „Eine turnusmäßige Übung, die jedes Jahr zu einem anderen Thema stattfindet“, klärte Hundertschaftsführer, Polizeihauptkommissar Jens Wilke von der Polizeiinspektion Güstrow, auf.

Aus den Polizeirevieren Güstrow, Bützow, Teterow, Bad Doberan und darüber hinaus waren Kräfte in den Heidbergen zusammengezogen worden, Polizisten, die sonst regulären Dienst in den Revieren tun. „Vor allem wollen wir das interne Zusammenwirken üben“, sagte Polizeihauptkommissar Lars Abrutat vom Polizeirevier Teterow. Gestern war er Leiter der Befehlsstelle, die auf dem Parkplatz am Inselsee-Badestrand eingerichtet war. Mehr als 30 Einsatzfahrzeuge waren hier versammelt – ein ungewöhnlicher Anblick. Gemeinsam mit Jens Wilke sowie Polizeihauptkommissar Sebastian Haacker vom Polizeirevier Bützow koordinierte er die Großübung. Vier Wochen hatten sie dieses Spektakel in den Heidbergen geplant.

„Wir haben das Waldgebiet zunächst umstellt, weil die Täter noch drin waren. Eine lockere Umstellung“, schildert Wilke den Einsatzverlauf. „Dann sind wir mit einer Suchkette durch den Wald.“ Dabei fanden die Beamten schon die vorher von Kollegen versteckten Tatwerkzeuge, darunter auch Schlagstöcke. In einem zweiten Anlauf schnappten sie dann auch die „Täter“. „Was wir hier machen ist keine wilde Hatz, sondern geht besonnen vonstatten“, erklärt Wilke. „Es geht darum, die Täter einzuschließen und jede Flucht unmöglich zu machen.“

Wichtigstes Ziel der Übung sei es, den Einsatzwert der Alarmhundertschaft bei echten Einsätzen zu stärken, so Lars Abrutat. „Das hat funktioniert“, sagt Sebastian Haacker. Zuletzt war die Alarmhundertschaft beim Fußballspiel Hansa gegen Dresden in Rostock im Einsatz. Demnächst wird sie die Kundgebung zum 1. Mai in Neubrandenburg absichern.

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