zur Navigation springen

Altes Säuglingsheim in Güstrow : Politisches Signal ans Land: Missstand beseitigen!

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Stadtvertreter beauftragen Bürgermeister mit Verhandlungen. Ziel: Landesliegenschaften in Campus der Fachhochschule integrieren

svz.de von
erstellt am 31.Jul.2017 | 06:00 Uhr

Der Bürgermeister soll sich kümmern, so beschlossen es die Stadtvertreter auf ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich. Es geht um das ehemalige Säuglingsheim und das Kinderheim an der Goldberger Straße. Im Eigentum des Landes verfällt das eine schon seit Jahrzehnte, das andere ist seit einigen Jahren vernagelt und ebenfalls ungenutzt. Mit einem gemeinsamen Antrag wollen jetzt SPD und CDU Schwung in die Sache bringen.

Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege braucht mehr Platz. „Wir haben gehört, dass zur Erweiterung das Aufstellen von Containern geplant ist. Das kann doch nicht sein, wo es in unmittelbarer Nähe die Landesliegenschaften Säuglingsheim und Kinderheim gibt“, erklärt Heiko Karmoll (CDU) den gemeinsamen Antrag von CDU und SPD. Der Bürgermeister soll sich bei den zuständigen Ministerien und dem Betrieb für Bau und Liegenschaften des Landes für eine Nutzung der beiden Liegenschaften bei der Erweiterung des Campus der Fachhochschule einsetzen. „Mit der Domschule haben wir doch auch mit dem Landkreis eine gemeinsame Lösung gefunden“, führte Karmoll an. „Wir können nicht alle Probleme lösen“, entgegnete Bürgermeister Arne Schuldt (parteilos). Er wollte außerdem bezweifeln, dass es mit dem Land eine Lösung wie im Falle der Domschule geben kann. Die Bedingungen seien andere. Beim Land ist man nicht sonderlich geneigt (SVZ berichtete). Es bleibt wie es ist, hieß es jüngst.

Der Betrieb für Bau und Liegenschaften warnt!
Der Betrieb für Bau und Liegenschaften warnt!
 

„Der Zustand ist unhaltbar. Das Land macht nichts. Wir müssen ein politisches Signal senden“, betonte Torsten Renz (CDU) und wies dem Bürgermeister Kümmerkompetenz zu. Die wollte Schuldt genauso oder eher noch bei den Landtagsabgeordneten in den Reihen der Stadtvertreter – Torsten Renz (CDU), Philipp da Cunha (SPD), Karen Larisch (Die Linke) – sehen. Auch Sascha Zimmermann (FDP) überlegte laut, ob nicht der Antrag geändert und die Landtagsabgeordneten beauftragt werden sollten. Hartmut Reimann (SPD) schloss die Diskussion ab und formulierte: „Wir beauftragen den Bürgermeister. Alle sollten tätig werden, um mehr Druck auf das Land auszuüben, damit die Missstände endlich beseitigt werden.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen