Besuch : Politik im Unterricht

Jeannine Pflugradt (MdB), Simon Stieger und Dennies Gillmeister (von links) diskutierten mit den Schülern u.a. über das Wahlrecht für Jugendliche ab 16 Jahren
Jeannine Pflugradt (MdB), Simon Stieger und Dennies Gillmeister (von links) diskutierten mit den Schülern u.a. über das Wahlrecht für Jugendliche ab 16 Jahren

Wählen schon mit 16? / Eine Politik-Stunde am Gymnasium mit Bundestagsmitglied Jeannine Pflugradt (SPD)

svz.de von
19. November 2015, 16:08 Uhr

Ein Kind, ein Jugendlicher zumal sollte seine Rechte kennen und sich darüber informieren. Genau das haben die Schüler des Wahlpflichtkurses Medienkommunikation getan. Am Montag hatte das John-Brinckman-Gymnasium in Güstrow nämlich Besuch von Jeannine Pflugradt, Bundestagsmitglied der SPD. Die Neuntklässler haben sich in den letzten Stunden mit Kinderrechten befasst und Schwerpunkte herausgearbeitet. Das Ergebnis war eine Präsentation, bei der alle nacheinander ihre Themen vortrugen und über verschiedene Bereiche sprachen. Es ging beispielsweise um Gleichberechtigung, Chancengleichheit und Gewalt gegen Kinder. Das Publikum bestand aus der 9c, der 9b, der Kursusleiterin Stefanie Gaul, Gudrun Sachse, dem Schuldirektor, Jan Rädke, Jeannine Pflugradt und ihrer Assistentin Nadine Julitz.

Nachdem alle Vorträge gehalten wurden, gab es zum Schluss noch eine Diskussionsrunde mit Frau Pflugradt und den Schülern, geleitet von Simon Stieger und Dennis Gillmeister aus der 9a. Sie diskutierten die Frage, ob ein Wahlrecht für Jugendliche ab 16 Jahren sinnvoll ist. Zuerst meldeten sich die Schüler nur sehr zögernd, kamen aber zu dem Schluss, dass sie es sehr willkommen heißen würden, ab 16 Jahren wählen gehen zu dürfen. Jeannine Pflugradt stimmt ihnen zu: „Jugendliche sollten aktiv am Leben teilnehmen und auch das Wählen gehört dazu.“ Sie gab den Schülern noch den Tipp, dass man auch einen Jugendrat gründen und so ebenfalls das Geschehen beeinflussen kann. „Ich befürworte ein Wahlrecht ab 16 Jahren, es wäre ein Gewinn für die Gesellschaft. Ein kleines Risiko ist natürlich, dass Jugendliche oft zu impulsiv reagieren und relativ leicht zu beeinflussen sind“, meint die Politikerin. „Schüler haben oft ebenso viele Informationen über politische Parteien wie Erwachsene, da sie ja auch im Unterricht darüber sprechen“, weiß sie aus Erfahrung.

Als die Diskussionsrunde zum Thema Kinderrechte schließlich beendet war, hatten die Jungen und Mädchen noch die Möglichkeit, Fragen zu allen möglichen aktuellen Ereignissen an die SPD-Abgeordnete zu richten und zu diskutieren, was rege genutzt wurde. Besonders aktiv wurden die Schüler, als das Gespräch auf die Angriffe in Paris kam, ebenfalls stellten sie viele Fragen zu den Flüchtlingen, speziell zu Flüchtlingskindern, die ohne Eltern nach Deutschland kommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen