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Güstrower Anzeiger

22. November 2017 | 04:21 Uhr

Gnoien : Polit-Erdrutsch an der Warbel

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Gnoiens Bürgermeister Schörner abgewählt / CDU mit absoluter Mehrheit

svz.de von
erstellt am 31.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Wenn sich voraussichtlich am 30. Juni Gnoiens Stadtvertretung zur konstituierenden Sitzung trifft, wird Hans-Georg Schörner nicht mehr den Vorsitz haben. Nach 20 Jahren Amtszeit des Sozialdemokraten haben die Gnoiener sich einen neuen Bürgermeister gewählt. Lars Schwarz heißt der, ist Kandidat der CDU, und hat einen überwältigenden Sieg errungen. Obwohl es mit dem in der Kommunalpolitik auch nicht eben unbekannten Axel Peter von der Freien Wählergemeinschaft Gnoien einen dritten Bewerber um das in Gnoien Ehrenamt gab, musste der Sieger nicht einmal in die Stichwahl gehen. 61,7 Prozent der Gnoiener Wähler stimmten für den CDU-Mann. Mit 29,5 Prozent, die Schörner auf sich vereinigen konnte, fiel die Niederlage des Amtsinhabers eindeutig aus.

Bei den Wahlen zur Stadtvertretung hatte Schörner persönlich dagegen Erfolg. Interessant: Der jetzt Ex-Bürgermeister hatte da sogar mehr Stimmen bekommen als vor fünf Jahren.

Komplettiert wird der Erfolg der Gnoiener Christdemokraten durch die Wahl zur Stadtvertretung: Mit 63,6 Prozent der Wählerstimmen wird die CDU Alleinherrscher. Zwar stellte die CDU schon in der Vergangenheit die stärkste Fraktion in der Warbelstadt, doch in den nächsten fünf Jahren kann sie mit Bürgermeister an der Spitze und Zweidrittel-Mehrheit durchregieren. Neun CDU-Stadtvertretern plus Bürgermeister stehen drei SPD-Leute gegenüber, ein Linker und ein Freier Wähler. Hat das Konsequenzen für die Sacharbeit? War SPD-Mann Schörner stets gezwungen, wechselnde Mehrheiten für seine Politik zu gewinnen, so kann die CDU künftig kompromisslos ihre Vorstellungen von kommunaler Gestaltung durchsetzen.

Gegenüberstehen werden sich Alt- und Neu-Bürgermeister übrigens nicht nur in der Gnoiener Stadtvertretung. Beide, Schwarz und Schörner, wurden auch in den neuen Kreistag gewählt. Hier hatte Schörner seit Jahren als Fraktionsvorsitzender der SPD eine prägende Rolle.


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