Jugendcamp : Platz schaffen für Kranich und Co

Acht junge Leute aus sechs Staaten der Welt packen gemeinsam an für einen guten Zweck (links Michael Heittzman, 2.von rechts Ruei-Tian Wang).
Acht junge Leute aus sechs Staaten der Welt packen gemeinsam an für einen guten Zweck (links Michael Heittzman, 2.von rechts Ruei-Tian Wang).

Jugendliche aus aller Welt räumen Wiese in Groß Upahl auf / NIG organisiert Workcamps / Artenschutz steht im Vordergrund

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14. August 2015, 06:00 Uhr

Arbeiten in den Ferien oder im Urlaub - passt das überhaupt zusammen? Beim Workcamp in Lohmen geht es genau darum. Acht Jugendliche aus Frankreich, Italien, Russland, Spanien, Korea und Taiwan wurden vom Verein „Norddeutsche Jugend im internationalen Gemeinschaftsdienst“ (NIG) ins Naturschutzgebiet nach Groß Upahl geschickt, um dort gemeinsam Wiesen aufzuräumen. Sie haben Spaß dabei und nutzen das Camp eher als kulturelle Austauschmöglichkeit. Ruei-Tian Wang aus Taiwan (21) ist das erste Mal in Europa. „Es ist spannend, wie anders alles in Deutschland ist im Gegensatz zu meinem Heimatland.“ Sie ist froh hier nicht nur eine Städtereise zu machen, sondern auch die ländliche Seite kennen zu lernen. Auch Michael Heittzman (20), Franzose, findet: „Diese körperliche Arbeit im Urlaub ist angenehmer, als den ganzen Tag in der Sonne zu liegen. Am Abend fühlt man sich müde, aber wohl und kann zufrieden ins Bett gehen.“ Zustimmung aus der ganzen Gruppe.

Sämtliche Aktivitäten, wie Kochen und Ausflüge nach Güstrow oder in andere Naturschutzgebiete der Gegend finden gemeinsam in der Gruppe statt. So wächst man zusammen und lernt sich und die anderen Kulturen kennen. Das sei für die Teilnehmer, im Alter von 18 bis 29, besonders wichtig. Diese Workcamps sind auf der ganzen Welt möglich und auch in mehreren Bereichen, wie Umwelt, Kultur und Soziales. In Lohmen finden seit mehreren Jahren regelmäßig Öko- und Kulturcamps statt. Untergebracht werden die Teilnehmer in der ehemaligen Schule, die nun ein Gemeindehaus ist.

Diese Aufräumarbeiten dienen laut Gemeindearbeiterin Heidrun Grabert dem Schutz seltener Orchideen, die auf dieser Wiese zu finden wären. Die Jugendlichen sehen auch den Schutz einiger Großvögel, die die Region besiedeln würden und bei gemähtem Gras weniger Angst vor Füchsen haben müssten. Kurz darauf flogen einige Kraniche sogar über das Gelände.

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