Platte Reifen auf Laages Skaterbahn

Toben sich gern  mit ihren Fahrrädern auf den Rampen aus: Lara Michelle Krauel, Justin Gau, Joy Nicole Schmidt und Jane Elaine Schmidt (v.l.) christin Ehlers
Toben sich gern mit ihren Fahrrädern auf den Rampen aus: Lara Michelle Krauel, Justin Gau, Joy Nicole Schmidt und Jane Elaine Schmidt (v.l.) christin Ehlers

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28. September 2012, 06:42 Uhr

Laage | Unzählige Glasscherben von zerbrochenen Bierflaschen, unachtsam weggeworfene Verpackungsreste und Zigarettenstummel so weit das Auge reicht. So sieht es derzeit auf Laages Skaterbahn, einem beliebten Treffpunkt von Jugendlichen in der Recknitzstadt, aus. "Immer wieder werden Beschwerden über das Geschehen an der Skaterbahn vorgetragen", informiert Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst. Jedoch sei es ihr auch wichtig, dass Kinder und Jugendliche, die sich nicht in Vereinen oder Verbänden engagieren, einen Ort zum Treffen haben.

Auch die Schülerinnen Klara Mayer (16) und Yasmine Bohm (15) nutzen den Skaterpark so gut wie jeden Tag, um sich mit Freunden zu treffen oder ihre Mittagspause zu genießen. "Leider ist das Müllproblem in den vergangenen Monaten immer schlimmer geworden, man kann sich hier kaum noch wohlfühlen", erzählt Klara Mayer. Freuen würden sie sich über neue Sitzmöglichkeiten - die alten Bänke seien kaum noch zum Draufsitzen geeignet - und vielleicht einen Mülleimer. Denn da liegt das Problem: Wohin mit all dem Müll, wenn sich nicht mal ein Abfalleimer auf dem Skaterplatz befindet? Auch den jüngeren Skatern macht das Austoben an den verschiedenen Rampen so langsam keinen Spaß mehr.

"Soweit es in die Zuständigkeit der Stadt fällt, wird künftig regelmäßig dafür gesorgt, dass die Anlage in einem ordentlichen Zustand gehalten wird. Gleiches erwarten wir aber auch von denen, die die Bahn nutzen", so Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst.

Lara Michelle Krauel (10) ist mindestens dreimal die Woche da, um mit ihrem Fahrrad über die Rampen zu düsen und mit ihren Freunden Spaß zu haben. "Dass alles so schmutzig und mit Graffiti beschmiert ist, stört mich am meisten", sagt die Viertklässlerin. Freundin Jane Elaine Schmidt (9) ergänzt: "Am meisten ärgern uns die Scherben, die die Jugendlichen hinterlassen". Diese Scherben haben nicht nur schon für so manchen platten Reifen gesorgt, sondern sie sind auch wirklich gefährlich.

Der Schmutz und die andere mutwillige Zerstörungen verärgern dann auch die Anwohner. "Ich finde es absolut in Ordnung, wenn die jungen Leute hier einen Ort zum Treffen und Feiern haben. Es stört mich auch nicht, wenn es mal etwas lauter wird - doch wenn Dinge einfach kaputt gemacht werden, dann ärgert mich das", berichtet Anwohner Hermann Wilke. Auch Dorit Gildemeister, Mutter von zwei Söhnen, ist seiner Meinung: "Leider gibt es in Laage keinen Jugendklub, deshalb ist es nur richtig, dass die Jugendlichen mit dem Skaterpark einen Platz für sich haben. Ich habe nichts dagegen, wenn die Lautstärke am Abend mal etwas zunimmt", so die 42-Jährige. Doch auch sie ist dafür: "Wer feiern kann, der kann auch aufräumen".

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