Laage : Plattdeutsch für die Seele

Sie haben ihren Spaß daran, einmal im Monat ein paar Stunden lang, nur Plattdeutsch zu reden. Christa Hoth (2.v.r.)  rief den Gesprächskreis ins Leben. Edith Krause (r.) ist für das Kulturprogramm zuständig und liest aus Büchern bekannter plattdeutscher Autoren.
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Sie haben ihren Spaß daran, einmal im Monat ein paar Stunden lang, nur Plattdeutsch zu reden. Christa Hoth (2.v.r.) rief den Gesprächskreis ins Leben. Edith Krause (r.) ist für das Kulturprogramm zuständig und liest aus Büchern bekannter plattdeutscher Autoren.

Fester Stamm von Teilnehmern beim Gesprächskreis in Laage

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15. August 2014, 06:00 Uhr

Der plattdeutsche Gesprächskreis in Laage hat sich etabliert. „Es gibt einen festen Stamm von 15/16 Frauen und Männern, die sich jeden Monat treffen“, berichtet Initiatorin Christa Hoth und freut sich, dass sie mit ihrer Idee ins Schwarze traf. Auch in dieser Woche saß man wieder rund drei Stunden beisammen.

„Es ist doch schön, dass so die plattdeutsche Sprache noch ein bisschen gepflegt wird“, sagt Gertrud Willert (79) und denkt, dass das Platt im Alltagsgebrauch wohl aussterben wird. Sie hätte vor ihren Schwiegereltern nicht bestehen können, wenn sie damals nicht ganz schnell das Plattdeutsche gelernt habe, erzählt sie schmunzelnd. „Man kommt hier zusammen, plaudert und lacht. Das ist so richtig etwas für die Seele“, erklärt Hildegard Burr (71) ihr Interesse an den Treffen. Sie sei in die Runde gekommen, weil sie Platt lernen will. Damit aufgewachsen sind dagegen Traute (86) und Hans-Joachim (86) Prehn. „Es ist eine schöne Abwechslung. Wir Männer trinken zusammen ein Bierchen“, erzählt Hans-Joachim Prehn. Der eine wisse das, der andere etwas anderes. Zum Wahrheitsgehalt könne sich jeder selbst seinen Teil denken, fügt er schmunzelnd hinzu.

„Es ist eine völlig zwanglose Runde ohne großes Programm. Es geht uns darum, miteinander plattdeutsch zu sprechen“, erklärt Christa Hoth. Also gehe es ums Alltagsgeschehen und ganz bestimmt nie um Krankheiten, das sei Gesetz, betont Christa Hoth. Man schwelge aber auch immer wieder in Erinnerungen, erzähle von früher. Eine kleine Lesung gehöre dennoch jedes Mal dazu.

Edith Krause (71) aus Liessow hat diesen Part übernommen. Selbstverständlich habe man im Jahr des 200. Geburtstages von John Brinckman bereits aus seinen Büchern gelesen, berichtet sie. Aber auch Tarnow und Bücher des Lantower Autors Rolf Holst habe man zur Hand genommen.

Als nächstes, so informiert Christa Hoth, wolle man über Straßennamen in Laage sprechen. Dazu habe man Rosemarie Eggert eingeladen. Der plattdeutsche Gesprächskreis, der vom Heimatverein Laage unterstützt wird, trifft sich stets am 2. Mittwoch im Monat.


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