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Entwurf des Schulentwicklungsplanes : Plan: Künftig Berufsschulzentrum

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Sinkende Anzahl der Berufsschüler zwingt zur Zusammenlegung beider Berufsschulen im Landkreis

svz.de von
erstellt am 23.Jan.2015 | 10:38 Uhr

Statt bisher zwei wird es künftig im Landkreis Rostock voraussichtlich nur noch eine eigenständige Berufliche Schule geben - und zwar in Güstrow.

Doch soll auch die Berufliche Schule in Bad Doberan weiterhin bestehen bleiben. Aber nicht als eigenständige Einrichtung wie bisher, sondern als Außenstelle der Berufsschule Güstrow.

So sieht es der Entwurf des Schulentwicklungsplanes für die beruflichen Schulen im Landkreis bis zum Jahr 2030 vor. Dieser Zusammenschluss sei der einzige Weg, auch künftig im Landkreis an zwei Standorten Berufsschulen zu erhalten, erläuterte Sabine Stelley, Amtsleiterin der Schulverwaltung im Landkreis Rostock, Donnerstagabend im Kulturausschuss.

Für eine eigenständige Berufliche Berufsschule seien laut Landesschulgesetz 1000 Schüler nötig. Dies aber werde in Bad Doberan nicht mehr erreicht, sagt die Amtsleiterin. Und sie lässt Zahlen sprechen: Im aktuellen Schuljahr 2014/15 gebe es im Landkreis Rostock insgesamt 2184 Berufsschüler – davon 1693 an der Beruflichen Schule Güstrow und 491 an der Berufsschule Bad Doberan. Im Schuljahr 2009/10 waren es dagegen insgesamt noch 3473 Berufsschüler – davon 2491 in Güstrow und 982 in Bad Doberan. „Wir können nicht an zwei Standorten 1000 Berufsschüler garantieren“, so Sabine Stelley. Beide Berufsschulstandorte zu sichern sei nur möglich, „wenn wir ein Regionales Berufliches Bildungszentrum in Güstrow mit einer Außenstelle in Bad Doberan bilden“, erläuterte sie. Dabei sollen in Bad Doberan dieselben Ausbildungsberufe erhalten bleiben wie jetzt. Da aber auch künftig nicht die Ausbildung aller Berufe im Landkreis angeboten werden kann, müsse man damit leben, dass auch weiterhin zahlreiche Schulabgänger zur Berufsausbildung den Landkreis verlassen. „Zurzeit gehen 1912 Berufsschüler aus dem Landkreis Rostock raus und 852 kommen von außen in unseren Landkreis rein zur Berufsausbildung“, erläutert Stelley das „Ausbildungskarussell“. Das sei aber eine normale Sache. „Hier kann es unter den Berufsschulen – zum Beispiel mit Schwerin und Rostock – nicht gegeneinander, sondern nur miteinander gehen“, so Sabine Stelley.

„Entsprechend der Entwicklung der Schülerzahlen ist nur dieser Weg möglich“, fasste am Ende Ausschussvorsitzender Dittmar Brandt (SPD) die Pläne zur Zusammenlegung der Berufsschulen im Landkreis Rostock zu einer zentralen Schule mit Außenstandort zusammen.

„Nach außen hin ändert sich für die Jugendlichen also gar nichts“, so Peter Georgi (Die Linke). Der Entwurf des Schulentwicklungsplanes geht jetzt in die Gremien zur weiteren Entscheidung.

 

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