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Güstrower Anzeiger

21. November 2017 | 11:23 Uhr

Asylfrage : Plädoyer für Willkommenskultur

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Krakower Seniorenbeirat wendet sich gegen Unmut und falsche Gerüchte zur Flüchtlingsfrage

von
erstellt am 31.Jan.2015 | 06:00 Uhr

Ein vehementes Plädoyer für ein Willkommen von Flüchtlingen in Krakow am See hielt Jürgen Poleratzki. Auf der Einwohnerfragestunde hatte der der scheidende Vorsitzende des Seniorenbeirates des Luftkurortes das Wort ergriffen und leidenschaftlich gegen kursierende Gerüchte polemisiert. Poleratzki betonte, dass er im Namen des Beirates spreche, der sich „klar gegen Gerüchte und unterschwellige Unmutsbekundungen“ wende. „Wir setzen uns für eine Willkommenskultur in Krakow ein.“ Poleratzki erinnerte: Auch Deutsche wurden vor 70 Jahren zu Flüchtlingen, und auch sie wurden zu großen Teilen ausgegrenzt. „Das“, so Jürgen Poleratzki, „darf sich nicht wiederholen! Wir wollen die Flüchtlinge als willkommen empfangen und in die seniorenfreundliche Stadt Krakow am See integrieren.“

Der frühere Stadtvertreter Erich Blumenthal (Die Linke) hatte den Anstoß gegeben und vom Bürgermeister Aufklärung gefordert, was nun eigentlich in der Kirchenstraße 2, dem vorgesehenen Wohnort für Asylsuchende, passieren soll. Was ist dran, wenn als Gesprächsthema in der Stadt von angeblich „30 Leuten, und alles Männern“ die Rede sei?

Von einem neuen Erkenntnisstand vermochte Bürgermeister Wolfgang Geistert nicht zu berichten. Bereits auf dem Neujahrsempfang hatte er angekündigt, dass der Landkreis 40 Menschen in der privatisierten „Villa Rosa“ unterbringen wolle (SVZ berichtete). Das sei eine Obergrenze. Und: Nur von Männern, wie kolportiert werde, sei nicht die Rede. Geistert: „Bisher gibt es keine neuen Informationen.“ Die für Anfang Februar angekündigte Informationsveranstaltung wolle er deshalb auf Ende des Monats vertagen.

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