Marktgestaltung Güstrow : Plädoyer für einen Wasserquell auf dem Markt

Trotz verminderter Leistung spritzte das Wasser auf das Pflaster rings um den Brunnen.  Fotos: Uwe Seemann (2)
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Trotz verminderter Leistung spritzte das Wasser auf das Pflaster rings um den Brunnen. Fotos: Uwe Seemann (2)

Der Güstrower Fotograf Uwe Seemann war beim Probelauf des „Kirsch-Brunnens“ dabei

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14. September 2015, 20:30 Uhr

Mit dem Detail eines Brunnens mischt sich der Güstrower Fotografiker Uwe Seemann in die Diskussion um die Marktgestaltung ein. Er könnte sich mit dem Wiederaufbau des einst unter Bürgermeister Kirsch errichteten Brunnens – der lagert seit über 20 Jahren im städtischen Bauhof – anfreunden. „In jedem Fall sollte dann nicht wieder der Fehler des Baus eines zu kleinen Auffangbeckens gemacht werden“, schreibt Uwe Seemann und reichte zwei historische Fotos aus seiner Kamera in die SVZ-Lokalredaktion. Auf den Bildern ist zu sehen, dass rings um den Brunnen Wasser auf das Pflaster spritzte. Die Stadtoberen hätten unter Verweis auf eine zu starke Dominanz des Brunnens entgegen dem Plan des Gestalters das Auffangbecken verkleinert, erinnert sich Seemann. In der Konsequenz sei die Leistung des Brunnens verringert worden, was die Ansicht durch den Wasservorhang auf den etwas umstrittene Plastik noch verschlechterte. Im Volksmund bekam die Figur deshalb schnell den Beinamen „Kurbelwelle“.

„Bei den Güstrowern würde die Akzeptanz des Brunnens sprunghaft steigen, wenn er mit der vorgesehenen Leistung betrieben werden könnte“, denkt Uwe Seemann. Unser Leser hat noch einen Gestaltungsvorschlag: „Denkbar wäre ja eventuell auch eine leichte Absenkung der Pflasterung nach dem Vorbild des Rostocker Jastram-Brunnens. Auf jeden Fall würde die Wiedererrichtung der Brunnenanlage eine wesentliche Aufwertung des Marktes zur Folge haben.“

An diesem Donnerstag soll die Stadtvertretung über den weiteren Fortschritt der Straßensanierung in Güstrow entscheiden. Nach dem vorliegenden Plan der Verwaltung käme eine Bauausführung für den Marktplatz erst nach 2019 infrage. Dies erscheint manchem Stadtvertreter angesichts der Bedeutung des zentralen Platzes der Barlachstadt als zu spät.

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