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Umweltpreis Güstrow : „Pipa Lupina“ gewinnt Buchpreis

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Wildpark MV: Der Umweltpreis der Kinder-und Jugendliteratur geht an das Buch „Pipa Lupina – Wohin mit dem Krimskrams?“

Mit 51 Bewerbungsbüchern aus 20 Verlagen hatte die Jury des Umweltpreises der Kinder-und Jugendliteratur des Wildparks MV so viel zu lesen wie noch nie. Seit gestern steht der Preisträger fest: Es ist das Bilderbuch „Pipa Lupina – Wohin mit dem Krimskrams?“ von Monika Finsterbusch und Burkhard Nuppeney, erschienen im Coppenrath-Verlag.

In Gruppen hatten auch die 19 Schüler der Klasse 5b der Ecolea-Schule Güstrow das Bilderbuch angesehen, bewertet, rezensiert und sogar nachgespielt. Gestern stellten sie mit Jury-Mitgliedern in der Aula der Schule den Preisträger vor. „Die Kinder so begeistert zu sehen, das macht Spaß“, stellte Prof. Dr. Benno Pubanz (82) als Vorsitzender der Jury fest. Neben den Ecolea-Schülern hatten auch Gymnasiasten aus Güstrow und Teterow sowie weitere Männer und Frauen aus unterschiedlichen fachlichen Bereichen als Jury ihre Stimme abgegeben.

Zum neunten Mal hat der Wildpark MV den inzwischen national und international renommierten Preis verliehen. Unterstützung leisten die Wohnungsgesellschaft Güstrow und die Kabelkommunikationsgesellschaft, die zusammen das Preisgeld von 5000 Euro stiften. „Das Preisbuch hat sich mit großem Abstand platziert“, verkündete Benno Pubanz.

Dabei haben die Schüler von Beate Laffin nicht nur auf die Bilder und den dazu passenden Text geschaut. „Wichtig ist, dass es eine Botschaft vermittelt“, sagte die Lehrerin. Mit solch einer hätten sich die Schüler schon im Unterricht beschäftigt. „In unserer Gesellschaft werden oftmals viele Dinge zu schnell entsorgt. Im Buch werden die Schüler animiert, darüber nachzudenken, nicht alles so schnell wegzuwerfen. Außerdem wurden sie hier für Umweltverschmutzungen verschiedenster Arten sensibilisiert. Ein gutes Buch muss also nicht über Heldentaten berichten, sondern auch mit Gefühlen oder Stille die Kinder ansprechen“, schlussfolgerte Beate Laffin.

Benno Pubanz, der seit 20 Jahren den Umweltpreis der Kinder- und Jugendliteratur des Wildparks begleitet, ist immer noch von dieser Idee begeistert. Die Umweltbibliothek im Wildpark sei in diesen Jahren stark gewachsen, denn alle Rezensions-Exemplare finden hier Aufnahme und können von Besuchern gelesen werden. Im Gegenzug konnte die Jury zu inzwischen über 60 Verlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz Beziehungen aufbauen.

Im Oktober soll der Preis übergeben werden. Ideenfinder und Macher werden dann nach Güstrow kommen. „Sie kommen vor allem, weil sie sich auf das Gespräch mit den Schülern freuen“, sagte Wildpark-Leiter Klaus Tuscher. Eine Laudatio bereiten schon jetzt die Schüler der 5b vor. Als zweiter Laudator wird Marko Simsa aus Österreich erwartet, der 2005 Preisträger war.

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