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SVZ-Serie „Vereine in der Region“: : Pinguine blasen bald wieder zur Attacke

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Im Kanusportverein Güstrow 1990 haben auch die Drachenbootsportler eine Heimat gefunden

svz.de von
erstellt am 26.Mai.2015 | 04:00 Uhr

Die Pinguine im Drachenboot des Kanusportvereins (KSV) Güstrow 90 blasen zur Attacke. Beim Drachenbootrennen auf dem Inselsee – dem 10. übrigens – am 25. Juli will das Team „Attacke Pinguin“ angreifen.

Dafür wurde erstmals auch im Winter auf dem See gepaddelt und nehmen nun die Trainingseinheiten zweimal in der Woche an Intensität zu. Die Drachenbootgruppe im 1990 gegründeten KSV ist noch relativ jung. „2008 haben wir das erste Drachenboot erworben. Damit war der Grundstein gelegt, auf dem wir nach und nach eine starke Mannschaft aufgebaut und weitere Boote angeschafft haben“, erinnert sich Christian Gierke, der diese Disziplin im Verein betreut.

Inzwischen kamen ein Boot für 20 und ein kleineres für zehn Paddler dazu. Im Sommer soll ein weiteres großes Boot die Flotte verstärken. „Drachenboot fahren ist ein Teamsport, bei dem alle Akteure auch tatsächlich in einem Boot sitzen. Und aus dieser Summe von verschiedenen Charakteren und Temperamenten gilt es, eine homogene Mannschaft zu formen“, sagt Gierke. Dabei würden der Ehrgeiz, vordere Plätze bei Rennen zu belegen, und der Spaß, den die Freizeitbeschäftigung ja auch machen soll, ein gesundes Verhältnis eingehen. Erstmals haben die Paddler in diesem Jahr über den Winter trainiert. Und das nicht nur im vereinseigenen Fitnessraum, sondern auch bei Minusgraden im Boot auf dem Inselsee. „Am Silvesterabend sind wir kurz vor unserem Ziel, die Badestelle am Inselsee anzusteuern, im Eis stecken geblieben und mussten umkehren“, erzählt Gierke. Das sei aber auch ein Erlebnis gewesen, dass keiner so schnell vergessen wird, ist er sich sicher.

Im Drachenboot von „Attacke Pinguin“ ist Uwe Kunkel der mit Abstand älteste Sportler. Der 76-Jährige ist universell einsetzbar, kann das Boot steuern, aber auch kräftig das Paddel durchs Wasser ziehen. „Einmal haben wir bei minus drei Grad zwölf Kilometer auf dem See zurückgelegt. Uwe Kunkel war dabei und hat uns alle mit seinem Elan angesteckt“, sagt Gierke.

Der Wettkampfkalender der Pinguine ist prall gefüllt. Nach dem Heimrennen auf dem Inselsee geht es auf den Schweriner Pfaffenteich, wo jährlich der größte Drachenbootevent Europas stattfindet. Mitte September nehmen die Güstrower an einem Nachtrennen über 1200 Meter in Rostock teil. „Das ist immer ein einmaliges Erlebnis. Die ganze Strecke ist hell erleuchtet“, schwärmt Gierke. Den Saisonabschluss will „Attacke Pinguin“ bei einem Rennen in Lübeck feiern.

Neben dem Drachenbootsport können im Verein Kanurenn-, Kanuwander- und den Freizeitsport betrieben werden. Wieder aufgebaut werden soll eine Sparte für Kinder- und Jugendsport. Interessenten gibt es, wie die Nachfrage für einen jährlich vom Verein angebotenen Projekttag zeigt. Auch die materielle Basis und ein schönes weiträumiges Vereinsgelände sind vorhanden. „Da haben wir paradiesische Verhältnisse. Was uns fehlt, ist ein Übungsleiter für die Kinder und Jugendlichen“, bedauert Gierke. Der Verein hat schon alles versucht, den Landeskanuverband eingeschaltet, bei der Sportschule nachgefragt, sogar in der Verwaltungsfachhochschule geworben – bisher vergeblich.

Nächster Termin im Kalender der Kanuten ist – abgesehen von den Trainingstagen – das Vereinsfest am 4. Juli. Da wollen die Sportler mit Freunden und Sponsoren den 25. Geburtstag des KSV Güstrow 1990 feiern.

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