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Birgitta-Weg : Pilgerweg führt durch Barlachstadt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Wilhelm Reichel und Kersten Jörg Koepcke markierten Birgitta-Weg von Triebsees nach Roseburg/Büchen auch durch Güstrow

Der „Birgitta-Weg“ ist abgeschlossen. Ein Stück des Pilgerweges kann im Juni erkundet werden. Damit führt neben dem Baltisch-Mitteldeutschen Weg nun auch der Birgitta-Weg durch Güstrow. Vom 9. bis zum 14. Juni geht es unter Leitung von Wilhelm Reichel in einer kleinen Pilger-Gruppe von Schwerin bis nach Roseburg/Büchen.

Reichel, Regionalbeauftragter der Deutschen Jakobus-Gesellschaft, und Kersten Jörg Koepcke, Referent für Kirche und Tourismus im Kirchenkreis Mecklenburg, markierten die gesamte Strecke in den vergangenen Tagen und Wochen. Der neu erschlossene Birgitta-Weg, der ja bereits von Rügen nach Triebsees führte, geht nun auch weiter von Triebsees über Laage, Güstrow, Drei Lützow und Zarrentin bis nach Roseburg /Büchen. „Damit verbindet er die ,Via Balitca’ und ,Via Scandinavica’“, erklärt der Güstrower Wilhelm Reichel. Gemeinsam mit Köpcke hatte er den Weg konzipiert und markiert.

Die heilige Birgitta, Begründerin des nach ihr benannten Erlöserordens, war eine politisch ambitionierte Frau mit starken religiösen Visionen. Gemeinsam mit ihrem Mann Ulf begab sie sich 1341 auf Pilgerreise von Schweden nach Santiago de Compostella in Spanien. „Man weiß nicht genau, wo sie entlang gegangen ist, aber sicher ist, dass sie durch Stralsund gekommen ist“, betont Wilhelm Reichel. Einige geschichtlich interessante Stationen streifen Pilger auf diesem Weg. Alles wird in dem extra für diesen Birgitta-Weg aufgelegten Buch erklärt. Spätestens im Sommer soll es bei Wilhelm Reichel erhältlich sein.

Der 70-Jährige ist schon lange dabei, diesen Weg weiter zu erschließen. Als Regionalbeauftragter der Deutschen Jakobus-Gesellschaft lag ihm diese Verbindung zwischen zwei Wegen noch auf dem Herzen. „Doch mehr Pilgerwege wird es mit mir auch nicht geben“, sagt er. Damit sei Mecklenburg gut ausgestattet. Wilhelm Reichel ist jeden Meter abgelaufen, hat die Strecke ausgesucht, sprach mit Verantwortlichen und mit Gemeinden, um auch Pilgerherbergen zu finden.

Wie viele Pilger nun im Jahr die Wege nutzen, könne man nicht genau sagen. „Nachweisbar sind es etwa 30 Pilger im Jahr. In Rostock als Knotenpunkt sind es etwa 50“, sagt Wilhelm Reichel. Doch könnten es durchaus mehr sein, die vielleicht keine Pilgerherbergen nutzen, sondern in Pensionen nächtigen. Zwei bis drei Anfragen pro Woche bekommt der Güstrower Pilger und freut sich darüber.

Wer das westliche Stück des Birgitta-Weges im Juni mitgehen möchte, kann sich bei Wilhelm Reichel in Güstrow anmelden. Unter Telefon 0 38 43/68 34 36 oder E-Mail reichel.gue@freenet.de gibt es auch weitere Informationen.  
 

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