Alternative Fortbewegung : Pflegedienst steigt auf Segways um

Christin Claussen und Kathleen Bergemann trauen sich als erste auf die Segways. Michael Million gibt Anweisungen.
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Christin Claussen und Kathleen Bergemann trauen sich als erste auf die Segways. Michael Million gibt Anweisungen.

Diakonie-Sozialstation Güstrow nahm gestern moderne Fortbewegungsmittel für den Einsatz in der Stadt in Betrieb

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30. Juli 2015, 06:00 Uhr

Mitarbeiter der Diakonie-Sozialstation mit Sitz am Pfahlweg werden künftig in der Güstrower Südstadt und in der Innenstadt mit Segways unterwegs sein. Gestern Vormittag wurden die Geräte geliefert. Künftig sollen sie die Arbeitsbedingungen verbessern und die Umwelt schonen. In der Güstrower Sozialstation werden die Segways getestet. „Läuft der Test gut, würden wir sie auch in den anderen Sozialstationen einführen“, informierte gestern Christoph Kupke, Vorstand der Diakonie Güstrow.

„Wir haben eine Tour in der Südstadt, die bisher zu Fuß absolviert wird und darüber hinaus zwei Fahrradtouren. Hier sollen jetzt die Segways zum Einsatz kommen“, berichtet Christin Claussen, stellvertretende Pflegedienstleiterin. „Umweltfreundlich, schnell und körperlich weniger anstrengend für die Mitarbeiter“, sieht Einrichtungsleiterin Ilona Schallge den Einsatz der modernen fahrbaren Untersätze. Es sei sinnlos mit dem Auto durch die Südstadt und auch innerhalb der Stadt zu fahren. Allein die Parkplatzsuche sei schon höchst lästig und würde viel zu viel Zeit kosten, erklärt sie. Einige der 44 Mitarbeiter der Diakonie-Sozialstation am Pfahlweg würden die Segways noch etwas skeptisch sehen, gesteht Christin Claussen, ist sich aber sicher, dass sich das bald ändern wird. Sie stellte sich gestern als erste auf das fahrende Gerät, nachdem Michael Million die Segways ausgepackt und gleich eine rasante Vorführung gegeben hatte.

„Die Mitarbeiter sollen ihre Kräfte schonen und schneller sein“, sagt auch Christoph Kupke. Segways seien im Trend und die Diakonie Güstrow wolle die Vorteile der modernen Fortbewegungsmittel gern nutzen. Kupke ist auch die Schonung der Umwelt wichtig. Länger habe man über den Einsatz von Elektroautos nachgedacht. Aber diese seien wirtschaftlich schwer darstellbar, die Reichweiten zu gering, so dass man sich von der Idee verabschiedet habe, berichtet Kupke. Als man bei einem Mitarbeiterfest Segways angemietet hatte, sei von Mitarbeitern aus Sozialstationen Interesse bekundet worden.

Segways sind zweirädrige Einpersonen-Fortbewegungsmittel, die mit einem Elektromotor angetrieben werden. Dieser wird mit einen Akku betrieben, der an einer Steckdose geladen werden kann. Segways halten sich mittels elektronischer Antriebsregelung selbst in Balance. Das Fahrzeug reagiert auf die Bewegungen des Menschen. Beugt er sich nach links, fährt es nach links. Beim Vorbeugen geht es vorwärts, erklärt Michael Million. Wer auf einen Segway steigt, muss 15 Jahre alt sein und einen Mofaschein haben. Das, so betont Ilona Schallge, sei keine Hürde für die Mitarbeiter der Diakonie-Sozialstation, die bis auf eine Ausnahme einen Führerschein hätten. Im ländlichen Raum werden die Pflegekräfte auch künftig mit dem Auto unterwegs sein. 

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