Krakow am See / Güstrow : Pflege-Skandal: Kreis verhängt Zwangsgeld

<p>Standort  der „Elisa“ Pflege und Betreuungsdienst GmbH in der Plauer Straße in Güstrow. Auch hier wurden  die Räume von Landkreis und Staatsanwaltschaft Rostock durchsucht. </p>

Standort  der „Elisa“ Pflege und Betreuungsdienst GmbH in der Plauer Straße in Güstrow. Auch hier wurden  die Räume von Landkreis und Staatsanwaltschaft Rostock durchsucht.

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08. Juni 2016, 13:00 Uhr

Der Streit im Pflege-Skandal in Krakow am See und Güstrow (SVZ berichtete) geht weiter. Trotz Verfügung des Landkreises Rostock hat die Betreiberin ihre Pflegeeinrichtung im Möwenweg in Krakow am See nicht wie gefordert am vergangenen Freitag geschlossen. Laut Informationen des Landkreises wurden sogar fünf neue Pflegebedürftige aufgenommen. „Das mussten wir bei einer Kontrolle gestern feststellen“, so Landkreissprecher Michael Fengler auf SVZ-Nachfrage.

„Deshalb hat der Landkreis ein Zwangsgeld in Höhe von 10 000 Euro festgesetzt. Weitere 5000 Euro Zwangsgeld kommen hinzu, weil die Betreiberin entgegen der Verfügung weitere Bewohner aufgenommen hat“, sagt Fengler. Zudem will der Landkreis jetzt eine neue Frist zur Schließung der Einrichtung in Krakow am See setzen und droht im gleichen Atemzug ein weiteres Zwangsgeld an. Laut Fengler wohnen in der Einrichtung in Krakow am See aktuell elf Personen. Zwei weitere Einrichtungen des Pflegedienstes in Krakow am See und Güstrow sind laut Landkreis „augenscheinlich“ geschlossen worden.

Die Heimaufsicht des Landkreises hatte nach Hinweisen im April drei Pflegeeinrichtungen in Güstrow und Krakow am See des Pflegedienstes „Elisa“ kontrolliert und den weiteren Betrieb wegen schwerer Mängel untersagt. Dagegen geht die Betreiberin gerichtlich vor.  

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