gestüt „Inselseehof“ : Pferdezüchterin sammelt Ehrungen

Pferdezüchterin Mechthild Bause mit ihrer Elitestute „Delphi“ (l.), der Mutter des Erfolgspferdes „Der Dante“, und Tochter „Donata“.
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Pferdezüchterin Mechthild Bause mit ihrer Elitestute „Delphi“ (l.), der Mutter des Erfolgspferdes „Der Dante“, und Tochter „Donata“.

Mechthild Bause erhielt Auszeichnung als „Züchterin des Jahres“ / Inselhof-Gestüt seit 20 Jahren am Gardener See

svz.de von
12. Dezember 2014, 20:30 Uhr

2014 war für die Pferdezüchterin Dr. Mechthild Bause ein sehr erfolgreiches Jahr. Drei hochkarätige Auszeichnungen belegen die außergewöhnlichen züchterischen Fähigkeiten der Besitzerin des Lohmener Gestüts „Inselhof“, die in Güstrow zudem eine Praxis für Psychiatrie und Neurologie betreibt. Am höchsten veranschlagt sie die Auszeichnung „Züchterin des Jahres 2014“, womit ihre herausragenden Erfolge der Trakehnerzucht Deutschlands gewürdigt wurden. Zudem ehrte der Trakehner Förderverein die Gestütsinhaberin mit der Dr.-Fritz-Schilke-Gedächtnisplakette in Gold und würdigte damit ihre über viele Jahre erbrachten Leistungen bei der Zucht von Trakehner Sportpferden.

Ihre drei S-Springpferde „Der Dürer“, „Danton“ und „Daressalam“ sowie das über Jahre erfolgreiche Vielseitigkeitspferd „Der Dante“ haben ihr diese Ehrung eingebracht. Und nicht zuletzt erwies sich „Der Dürer“ das fünfte Jahr in Folge als erfolgreichstes Springpferd, was ihm in der Fachwelt Legendenstatus und seiner Besitzerin die Gedächtnisplakette in Silber einbrachte. Seit vielen Jahren schon trainiert und reitet der Olympiasieger, Welt- und Doppeleuropameister Michael Jung Pferde aus dem Inselhof-Gestüt. Das ist für Bause eine weitere Auszeichnung und Bestätigung ihrer züchterischen Arbeit. Besonders freut sie sich, dass sich diese Erfolge so kompakt im 20. Jahr ihres Gestüts auf der Halbinsel im Gardener See einstellten.

1994 entdeckte die Ärztin das knapp 40 Hektar große Areal. Ihr Konzept einer nachhaltigen landwirtschaftlichen Nutzung der Halbinsel überzeugte das Ministerium. Mechthild Bause erkannte das Potenzial, das in diesem Grundstück steckte und begann mit dem Aufbau ihres Gestüts. Sieben, acht Pferde waren es am Anfang. Ein Jahr später eröffnete die niedergelassene Ärztin ihre Praxis in der Barlachstadt. Heute betreibt sie mit ihrem Ehemann Eberhard und drei Mitarbeitern ein „kleines, aber feines Gestüt“, in dem 40 bis 50 Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitspferde – Mecklenburger, Hannoveraner, Englisches Vollblut und natürlich Trakehner – ausgebildet werden.


Therapie-Projekt in der Warteschleife


Ein Wermutstropfen fällt allerdings in die Freude über züchterische Erfolge und den Inselhof-Geburtstag. Das Arztehepaar möchte die Pferde auch therapeutisch nutzen. „Das Pferd tut dem Menschen gut, es vermittelt Lebensfreude“, sagt die Medizinerin und sieht ein breites Therapiespektrum für Menschen mit Behinderungen, Patienten mit Burnout oder für an Demenz Erkrankte. Man habe den fachlichen Hintergrund, denn auch Ehemann Eberhard ist praktizierender Arzt für Psychiatrie, Neurologie und darüber hinaus für Umwelt-, Schlaf- und Altersmedizin. Vor zwei Jahren stellte Eberhard J. Bause den Förderantrag für das Projekt am Landesförderinstitut (LFI). Allein das LFI scheint auf Zeit zu spielen, fordere immer neue Unterlagen an und habe jetzt lediglich informiert, dass die neue EU-Förderperiode veränderte Fördersätze mit sich bringe. Auf eine Antragsgenehmigung wartet das Paar noch immer. Mechthild Bause aber lässt keinen Zweifel an ihrer Entschlossenheit, das Projekt „Zentrum für therapeutisches Reiten“ weiter zu verfolgen. 

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