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Güstrower Anzeiger

26. September 2017 | 00:28 Uhr

20 Fragen : Pfeifenstübchen unterm Dach

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

20 Fragen an Dirk Grosche, ehemaliger Bürgermeister von Charlottenthal

von
erstellt am 16.Sep.2017 | 12:00 Uhr

Zwölf Jahre, von 1990 bis 2002, bestimmte Dirk Grosche die Geschicke der damals noch eigenständigen Gemeinde Charlottenthal als Bürgermeister mit. Der gebürtige Leipziger, Jahrgang 1961, ist in der Magdeburger Börde aufgewachsen und wurde nach seinem Mathematikstudium an der TU Magdeburg zum Prüf- und Versuchsbetrieb nach Charlottenthal delegiert. Hier beschäftigte er sich mit der Entwicklung mathematischer Modelle zur Ausfallvorhersage bestimmter Bauteile. 1990 machte er sich mit der Firma incom Dirk Grosche, welche sich mit der EDV-Organisation in Pflegeeinrichtungen beschäftigt, selbstständig. Er fühlt sich wohl in Charlottenthal, vor allem der Menschen wegen, die dieses Dorf ausmachen, wie er sagt. Aktiv auch im Kirchengemeinderat, kümmert er sich bei größeren Einsätzen der Feuerwehr mit Gulaschkanone oder Grill um die Verpflegung der Kameraden. Dirk Grosche ist verheiratet, hat zwei Kinder, und das zweite Enkelkind ist unterwegs.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Grosche: Auf meinem Grundstück, hier in Charlottenthal, fühle ich mich richtig wohl.
Wenn Sie morgen Bürgermeister wären, was würden Sie in Ihrem Wohnort als erstes ändern?
Ich war fast zwölf Jahre Bürgermeister der Gemeinde Charlottenthal und weiß, wie aufreibend der Job, noch dazu ehrenamtlich, sein kann. Jetzt gehören wir zur Stadt Krakow und unser Bürgermeister macht seine Arbeit richtig gut. Einen Wunsch an die Stadtvertretung habe ich aber trotzdem: Alles daranzusetzen, schnelles Internet verfügbar zu machen. Das ist essenziell für die Entwicklung aller Ortsteile und sollte möglichst vorgestern schon realisiert sein.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
In meinem Büro bei der Arbeit oder auf dem Dachboden beim Pfeifenrauchen.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit Strohdiemen bauen in der LPG.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für einen guten Fotoapparat.
Was würden Sie gerne können?
Singen.
Was stört Sie an anderen?
Nichts, und wenn doch, sag ich es ihnen.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über den Kindermund meiner dreijährigen Enkeltochter kann ich immer wieder herzlich lachen.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Pfeifenrauchen ist reichlich unvernünftig, oder?
Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?
Jesus Christus und das Warum finden Sie in der Bibel. Lesen Sie’s, es lohnt sich.
Welches Buch lesen Sie gerade?
„Eine kleine Nachtphysik“ von Wolfgang Rößler. Es handelt von den großen Ideen in der Physik und ihrer Entdecker.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Die gibt es nicht.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Bei einem Fußballspiel, zuletzt bei Hansa Rostock gegen Hertha BSC.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Vera Lengsfeld, ich habe ihre Bücher gelesen und finde ihren Weg sehr beeindruckend.
Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Deutsche Gerichte überwiegen klar, aber auch mediterrane Speisen koche ich gern, nur chinesisch niemals.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
„Bis ans Ende der Welt“ von Udo Lindenberg.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Als wir das erste Mal in Amerika waren kam mir die gewonnene Freiheit noch so unwirklich vor, dass ich anfing, jeden Tag das Erlebte aufzuschreiben, um nichts zu vergessen. Da es allen gefiel, hielt ich es bei den nächsten Reisen bei. Daraus hat meine Familie ein Buch produzieren lassen und es mir zum 50. Geburtstag geschenkt. Das war eine tolle Überraschung.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Meine Oma hatte für alle Lebenslagen einen weisen Spruch oder Rat, die sie uns mit viel Liebe beigebracht hat. Noch heute zehre ich davon und merke, wie wertvoll das für mein Leben war. Dass meine Enkelkinder so etwas auch mal über mich sagen, ist ein schöner Traum.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Da sind genug Hobbys und eine wachsende Familie, die mir keine Zeit für Langeweile lässt, wenn es wirklich einmal dazu kommen sollte, dass ich nicht mehr arbeiten muss.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Gabi Lakatsch, die als Kindergärtnerin einige Generationen betreut hat. Aber sie ist nicht nur bei diesen beliebt, denn durch ihre Hilfsbereitschaft und ihr Engagement trägt sie wesentlich dazu bei, dass es in unserem Ort so lebenswert ist.













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