Güstrow : Pfarrer Sellenschlo will ruhiges Fahrwasser

Tobias Sellenschlo
Tobias Sellenschlo

Nach einschneidenden Änderungen im vergangenen Jahr hofft der katholische Pfarrer auf ruhigeres Fahrwasser.

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13. Februar 2020, 17:44 Uhr

Die Katholiken im so genannten Pastoralen Raum Bützow – Güstrow – Matgendorf – Teterow arbeiten seit Mitte 2019 am Konzept, wie das kirchliche Leben in Zukunft aussehen soll. Acht Arbeitsgruppen haben nun an einem „Tag der Gremien“ das bisher Erarbeitete vorgestellt.

Mitglieder aus dem Gemeinsamen Ausschuss, den pfarrlichen Gremien und der Pastoralen Dienststelle des Erzbistums haben ihre Meinungen geäußert. „Ideen und Vorschläge, wie wir uns aufstellen, sind vorgestellt worden“, berichtet Pfarrer Tobias Sellenschlo, den das Erzbistrum Hamburg mit dem Aufbau des Pastoralen Raums beauftragt hat – eine Zentralisierung.

„Momentan geht es uns gut“, beschreibt der Pfarrer die Lage. Im vorangegangenen Jahr seien die Gottesdienstzeiten an den Sonntagen geändert worden – das führe zu Unruhe. Befürchtungen, dass bis zu einem Drittel der Kirchgänger den Gottesdiensten fern bleiben könnten, hätten sich aber nicht bewahrheitet. „Es hat ein bisschen Zeit gebraucht“, so Sellenschlo. Nach einem halben Jahr habe sich der Besuch wieder eingependelt. Mit der Kirchgänger-Quote von 17 Prozent sei er sehr zufrieden. Bundesweit gingen nur neun Prozent der Katholiken regelmäßig in den Gottesdienst. Sellenschlo freut sich auch über die inhaltliche und musikalische Qualität der Gottesdienste – und er wäre froh, wenn das nächste Jahr keine weiteren Veränderungen bringe. „Dann könnte das Team ordentlich arbeiten“, sagt er. Denn personelle Wechsel seien immer mit Irritationen verbunden.

Die Kirche wolle jetzt die Standorte halten, müsse aber einige Gruppen aufgeben. Langfristig sei die Struktur wohl nicht zu halten, kündigt der Geistliche an.

Wie geht es konkret weiter? Die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen werden mit den Rückmeldungen in eine Redaktionsgruppe gegeben, die bis Mai einen ersten Entwurf für das so genannte Pastoralkonzept vorlegen soll. Danach erhalten die Gremien erneut die Möglichkeit, sich zu äußern. Vor den Sommerferien wird der Gemeinsame Ausschuss das Pastoralkonzept verabschieden und dem Erzbischof zur Genehmigung vorlegen.

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