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Güstrower Anzeiger

25. November 2017 | 03:10 Uhr

Tierschutz : Petition gegen Katzenelend in MV

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Tierschutzvereine des Landes wollen ein Zeichen gegen Katzenelend setzen – eine Unterschriftensammlung soll den Gesetzgeber wachrütteln

von
erstellt am 05.Sep.2017 | 08:00 Uhr

Viel Leid und Elend bekommen Tierschützer in MV tagtäglich zu Gesicht. Ein Fall aus Tutow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) rührt nun den gesamten Landesverband – darunter auch den Tierschutzverein Güstrow. Acht bis zehn Wochen alte Kitten lebten hier. Einsam und verwahrlost. Der Katzenschnupfen hatte ihre kleinen Körper geschwächt. Aus ihren Mäulern und Augen lief Eiter. Sie konnten nichts mehr sehen und waren abgemagert bis auf die Haut. „Die meisten Katzen in Tutow konnten leider nur noch erlöst werden“, informiert Jasmin Pophal vom Tierschutzverein Güstrow. Selbst erfahrenen Tierschützer hätten die Tränen in den Augen gestanden, beschreibt sie die Situation vor Ort weiter.

Kein Einzelfall. Immer wieder sehen sich Tierschützer mit derartigen Schicksalen konfrontiert. Der Grund: Die unkontrollierte Vermehrung von unkastrierten Freigängern und wild lebenden Katzen. „Wir fordern eine Katzenschutzverordnung und die ist auch bitter nötig“, betont Jasmin Pophal. Darin enthalten soll eine flächendeckende Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen sein, so fordern es die Mitglieder des Tierschutzbund Landesverband MV.

Insbesondere die Streichung der Gelder durch die Landesregierung für die Katzenkastrationen (SVZ berichtete), die auch der Güstrower Tierschutzverein in jedem Frühjahr durchgeführt werden, bewegt die Tierfreunde zu dieser öffentlichen Unterschriftensammlung. „Noch im September werden wir Tierschützer des Landesverbandes MV diese Unterschriften den Landtagsabgeordneten übergeben“, informiert Jasmin Pophal und fügt hinzu: „Wir brauchen jede Unterstützung und Stimme, um etwas zu bewegen. Die Bilder aus Tutow sind Alltag. Tutow ist überall.“

Noch bis zum 26. September können Unterstützer ihre Unterschrift abgeben. „Das geht direkt bei uns im Verein oder über das Onlineformular“, erklärt Tierschützerin Jasmin Pophal. 4884 Menschen – 1536 davon stammen aus Mecklenburg-Vorpommern – unterstützen die Katzenschutzverordnung bereits.

 

 

 

 

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